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Themen > Wien > Wien-Images > SPOe-Plakat zum kommunalen Wohnbau 1949 (1) 
Wahlplakat der SPÖ für die Nationalratswahl / Wiener Gemeinderatswahl am 9. Oktober 1949
Quelle: Österreichische Nationalbibliothek, Flugblätter-, Plakate- und Exlibris-Sammlung

Bei den zweiten Nachkriegswahlen vom 9. Oktober 1949, bei denen in Wien gleichzeitig ein neuer Gemeinderat und ein neuer Nationalrat gewählt wurde, erinnerte die SPÖ in ihrer Wahlwerbung mehrfach an die Leistungen des Roten Wien der Zwischenkriegszeit im kommunalen Wohnbau. Gleichzeitig forderte sie die WählerInnen auf, ihr die Stimme zu geben, damit dieses Werk fortgesetzt werden kann: in Wien und auch in ganz Österreich. Nach dem Roten Wien sollte nun auch das Rote Österreich gebaut werden. Umgesetzt wurde dies auf den Plakaten durch die Abbildung von "klassischen Gemeindebauten" – sei es durch deren Fassade oder durch die Abbildung ganzer Anlagen als Leistungsbilanz der Politik früherer Jahre.

Zur Nationalratswahl vom 9. Oktober 1949:

Bei der Nationalratswahl vom 9. Oktober 1949, bei der der Großteil der (1945 von der Wahl ausgeschlossenen) ehemaligen NationalsozialistInnen wieder wählen konnte – es handelt sich um rund 500.000 Personen, die aufgrund des Nationalsozialistengesetzes 1947 als "minderbelastet" eingestuft worden waren – kandidierten insgesamt zehn Parteien: ÖVP, SPÖ, Linksblock (Kommunistische Partei Österreichs und Linkssozialisten), WdU (VdU), Demokratische Union, Vierte Partei (Ergokraten), Demokraticna fronta delovnegna ljudstva, Demokratische Partei Österreichs, Wirtschaftspartei der Haus- und Grundbesitzer.

Den Einzug in den Nationalrat schafften ÖVP, SPÖ, KPÖ und der Verband der Unabhängigen (VdU), der bei den Nationalratswahlen als "Wahlpartei der Unabhängigen" (WdU) kandidiert hatte. Entstanden war der VdU als "Sammelbecken der Ehemaligen" (gemeint sind ehemalige NationalsozialistInnen). Erfolgt war seine Etablierung mit maßgeblicher Unterstützung der SPÖ, vor allem von Innenminister Oskar Helmer, die sich durch die Kandidierung des VdU eine Schwächung der ÖVP erhoffte.

Die einzelnen Parteien erreichten folgende Ergebnisse: ÖVP 44% bzw. 1,846.581 Stimmen, SPÖ 38,7% bzw. 1,623.524 Stimmen, Linksblock 5,1% bzw. 213.066 Stimmen, WdU 11,7% bzw. 489.273 Stimmen, Demokratische Union 0,28% bzw. 12.059 Stimmen, Vierte Partei 0,17% bzw. 7.134 Stimmen, Demokraticna fronta delovnegna ljudstva 0,004% bzw. 2.088 Stimmen. Den Einzug in den Nationalrat schafften ÖVP (77 Mandate), SPÖ (67 Mandate), Linksblock (5 Mandate) und der WdU (16 Mandate).

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