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U-Bahn

Das Eröffnungsdatum der Wiener U-Bahnen ist aufgrund der komplizierten Stadtentwicklung umstritten. Es wird jedoch mit der Eröffnung der Stadtbahn Otto Wagners, der als künstlerischer Beirat sowohl Stationen (samt kompletter Inneneinrichtung) als auch Brücken, Viadukte und selbst die Waggons der Dampfstadtbahn (da mit Dampflokomotiven betrieben) mit entwarf, mit 1898 angesetzt. Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem der Betrieb der Dampfstadtbahn aus Kohlemangel eingestellt werden musste, wurde diese nach ihrer Elektrifizierung durch die Stadt Wien 1925 wieder in Betrieb genommen.

In der Folge und aufgrund politischer Streitereien, da ein klassischer U-Bahn-Bau als zu teuer erachtet wurde, wurden die Straßenbahnnetze immer wieder in den U-Bahn-Bau mit einbezogen, sodass - dem Beispiel von Brüssel und Stockholm folgend - Teile des Straßenbahnnetzes in Tunnels verlegt wurden, um sie später in die U-Bahn-Planungen mit einzubeziehen. Die 50er Jahre bescherten auch Wien einen wirtschaftlichen Boom und damit ein Verkehrsproblem, sodass man sich 1968 zum Bau eines U-Bahn-Systems entschloss. Ab 1969 wurden die Linien U1, U2 und U4 in Angriff und 1981 in Betrieb genommen, es folgte der Ausbau der mit bestehenden Betriebsmitteln geführten U6 sowie der Bau der U3 samt Verlängerungen bis zum Abschluss im Dezember 2000. Für den weiteren Ausbau geplant ist die Verlängerung der U1 von Kagran nach Leopoldau sowie der Linie U2 in den Raum Stadlau/Aspern.

Stand: 04/2013

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