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Privatradiogesetz

Das Privatradiogesetz trat 2001 an Stelle des Regionalradiogesetzes und hob die Unterscheidung zwischen Lokal- und Regionalradio auf. Nunmehr bestehen nur mehr Versorgungsgebiete als Senderäume. Zudem wurde erstmals die Möglichkeit für den Aufbau einer bundesweiten privaten Radiokette geschaffen und die Beteiligungsbeschränkung für Medieninhaber geändert. Die neue Regelung orientiert sich an Versorgungsgebieten und an der Anzahl der empfangbaren Programme eines Medienverbundes. Ein Betreiber kann nun bis zu 100 % an mehreren Privatradios beteiligt sein, sofern sich die Versorgungsgebiete nicht überschneiden. Entsteht dadurch eine Kette eines Anbieters dürfen dem Betreiber keine weiteren Lizenzen mehr zugesprochen werden. Der ORF muss nun seine Sendeanlagen zu gleichen Bedingungen wie für den Eigenbetrieb den Privatradiobetreibern zur Verfügung stellen. In Folge kam es zu einer Reihe von Umschichtungen in den Beteilgungsverhältnissen und der Anbieterstruktur; insbesondere die Mediaprint-Gruppe begann – neben dem "Antenne"-Verbund" - mit dem Ausbau einer überregionalen Radiokette in Form des Sendeverbundes "Krone Hitradio".

 

(Quelle: Steinmaurer, Thomas, Konzentriert und verflochten. Österreichs Mediensystem im Überblick (= Beiträge zur Medien- und Kommunikationsgesellschaft, Band 10), Studien Verlag, Innsbruck/Wien/München/Bozen, 2002)

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