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Pensionsversicherung

Als Zweig der Sozialversicherung ist die Pensionsversicherung für die Ausbezahlung der Pensionen zuständig; sie administriert aber auch die Auszahlung der Ausgleichszulagen, führt die Krankenversicherungsbeiträge der PensionistInnen ab und trifft Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation. Nicht in der gesetzlichen Pensionsversicherung pflichtversichert sind die BeamtInnen, die von ihrem Dienstgeber eigene Ruhestandsleistungen erhalten, für die sie während ihres Erwerbslebens einen entsprechenden Beitrag leisten müssen. Im Pensionsrecht wird die Pensionsversicherung nach dem versicherten Personenkreis unterschieden, für die sieben verschiedene Sozialversicherungsträger bestehen. Das Versicherungsverhältnis wird ex lege, bei freiwilliger Versicherung durch Anmeldung bzw. durch Beitragsentrichtung begründet. Die Finanzierung erfolgt im Wege des Umlageverfahrens durch Beiträge, die von den Versicherten und den ArbeitgeberInnen eingehoben werden sowie durch einen Bundesbeitrag. Zwecks langfristiger Absicherung der Pensionsfinanzierung wurden in letzter Zeit eine Reihe von Anpassungen vorgenommen: Einführung der Nettoanpassung, Erschwerung des Zugangs zu den vorzeitigen Alterspensionen, Neuordnung der Pensionsberechnung mit verstärkter Anreizsetzung für einen späteren Pensionsantritt, schrittweise Anhebung des Bemessungszeitraumes, die Einbeziehung der freien DienstnehmerInnen und "Neuen Selbstständigen" in die Versicherungspflicht. Mit dem Versicherungsfall des Alters sind Alterspension, vorzeitige Alterspension wegen geminderter Arbeitsfähigkeit, vorzeitige Alterspension bei Arbeitslosigkeit, vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer (Frühpension) und Gleitpension verbunden, bei geminderter Arbeitsfähigkeit gibt es Invaliditäts-, Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeits-, im Todesfall Hinterbliebenenpensionen. Das gesetzliche Pensionsanfallsalter liegt bei Männern bei 65 und bei Frauen bei 60 Jahren.

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