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Ostblockstaaten

In Zusammenhang mit dem Ost-West-Konflikt im Westen geprägtes Schlagwort für alle europäischen und asiatischen Staaten, die nach dem Zweiten Weltkrieg unter sowjetischer Hegemonie standen, ihre Staats- und Gesellschaftsordnung nach sowjetischem Vorbild umgestalteten oder in der internationalen Politik den Kurs der sowjetischen Führung vertraten. Dazu gehörten die ehemalige Tschechoslowakei, die DDR und Jugoslawien sowie Polen, Rumänien, Albanien, die Mongolische Volksrepublik, die Volksrepublik China, Nordkorea, Nordvietnam und Kuba. Die anfänglich monolithisch erscheinende Einheit der Ostblockstaaten wurde auf Grund wirtschaftlicher, politischer und ideologischer Interessensgegensätze erschüttert und infolge der Entstalinisierung, des sowjetisch-chinesischen Konflikts und der Entspannungspolitik aufgelöst. Als Ostblockstaaten im engeren Sinne galten bis 1989 nur die Mitglieder des Warschauer Paktes.

 

Siehe auch: Warschauer Pakt

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