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Österreich in Bild und Ton

Von 1933 bis 1938 in den Kinos gezeigte Wochenschau des austrofaschistischen Ständestaates, die obligatorisch im Kinovorprogramm laufen musste. Sie wurde auf Initiative von Bundeskanzler Engelbert Dollfuß ins Leben gerufen und war vor allem als Propagandainstrument und weniger als Nachrichtenmedium konzipiert. Den Auftrag zur Herstellung des Wochenschauprodukts erhielt die eigens für diesen Zweck gegründete Vaterländischen Tonfilm Ges. m. b. H. (V.T.) vom Bundeskanzleramt (BKA). Produziert und verliehen wurde die "Österreich in Bild und Ton" von der Firma Selenophon Licht- und Tonbild G. m. b. H., der im Austrofaschismus eine Monopolstellung in der staatlichen Filmproduktion eingeräumt wurde.

 

(Quellen: Moser, Karin, Herrgott, war das ein Fest, in: Die Presse (Spectrum), 31.10/1.und 2.11.1999; Moser, Karin, Die Bilderwelt der Österreich in Bild und Ton - Die konstruierte Realität eines ständestaatlichen Propagandainstruments, in: Achenbach, Michael / Moser, Karin (Hg.), Österreich in Bild und Ton - Die Filmwochenschau des austrofaschistischen Ständestaates, Wien 2002, S. 99-148)

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