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Oberfinanzpräsident (OFP)

Die Oberfinanzpräsidenten waren die maßgeblichen Behörden der Reichsfinanzverwaltung in den Ländern während der Zeit des Dritten Reichs. Sie waren die vorgesetzte Behörde für die lokalen Finanzämter. Vor allem zwei Dienststellen hatten mit der Überwachung und Verfolgung von Juden und Jüdinnen und der Einziehung und Verwertung ihres Vermögens zu tun: die 1931 gegründeten Devisenstellen, die für die Genehmigung, Überwachung und späterhin auch Strafverfolgung von Devisenbestimmungen und -vergehen zuständig waren, und die seit Ende 1941 eingerichteten „Dienststellen für die Einziehung von Vermögenswerten“ (ab Mitte 1942 „Vermögensverwertungsstellen“). Letztere waren nach dem Erlass der 11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 25. November 1941 für die Erfassung, Verwaltung und Verwertung des Vermögens der deportierten, ausgewanderten oder verstorbenen Juden und Jüdinnen zuständig.

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