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Gleitpension

Hinsichtlich der Inanspruchnahme einer Gleitpension bestehen zwei Möglichkeiten: Variante 1: Vollendung des 56,5. Lebensjahres bei Frauen, des 61,5. Lebensjahres bei Männern (= stufenweise Anhebung des Antrittsalters von 18 Monaten von 1. Oktober 2000 bis 1. Oktober 2001) und das Vorliegen von mindestens 420 bzw. 450 Versicherungsmonaten, die für die Pensionshöhe anrechenbar sind. Variante 2: Vollendung des 57,5. Lebensjahres bei Frauen und des 62,5. Lebensjahres bei Männern (= stufenweise Anhebung des Antrittsalters von 18 Monaten von 1. Oktober 2000 bis 1. Oktober 2001) und das Vorliegen von mindestens 300 Versicherungsmonaten. Innerhalb der letzten 180 Kalendermonate vor Vollendung des 55. bzw. 60. Lebensjahres müssen mindestens 108 Pflichtbeitragsmonate nach dem ASVG vorliegen. Für beide Varianten müssen die letzten 24 Kalendermonate vor dem Pensionsstichtag Beitragsmonate der Pflichtversicherung oder Ersatzmonate auf Grund von Arbeitslosengeldbezug oder Krankengeldbezug gewesen sein. Dazu darf bei Normalarbeitszeit die Arbeitszeit auf höchstens 28 Wochenstunden reduziert werden, eine Teilzeitbeschäftigung auf höchstens 70 Prozent der bisherigen Wochenstunden reduziert werden. Für beide Varianten der Gleitpension muss die Wartezeit erfüllt sein, das ist der Fall, wenn insgesamt mindestens 240 Pflichtbeitragsmonate oder in den letzten 360 Kalendermonaten mindestens 240 Versicherungsmonate vorliegen. Die Höhe der Gleitpension stellt einen Teilbetrag der Vollpension dar. Sie beträgt abhängig vom Gesamteinkommen (Summe aus Erwerbseinkommen und Vollpension) zwischen 50 und 80 Prozent der "vollen" Pension, ein allfälliger Erhöhungsbetrag aus einer Höherversicherung gebührt in vollem Ausmaß. Die Gleitpension geht anlässlich der Vollendung des 60. bzw. 65. Lebensjahres automatisch in eine "normale" Alterspension über. In diesem Fall wird die Pension auf Grund zusätzlich erworbener Versicherungsmonate neu berechnet.

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