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GESIBA

Die gesteigerte kommunale Bautätigkeit im Roten Wien führte zur Gründung von kommunalen Baubedarfs-Firmen und der GESIBA, einer Wohnungs-Errichtungsgesellschaft. Bei ihrer Gründung im Jahr 1921 hatte die GESIBA die Aufgabe übertragen bekommen, den kommunalen Wohnbau Wiens durch die Errichtung von Einfamilienhäusern sinnvoll zu ergänzen. So entstanden unter anderem die Siedlungen "Am Laaerberg", "Heuberg" und "Spiegelgrund". Ein weiteres international bis heute viel beachtetes Projekt war die zwischen 1929 und 1932 errichtete "Werkbundsiedlung" - 70 Einfamilienhäuser, von Architekten mit Weltruf entworfen, als Prototypen für den weltweiten Einfamilienhausbau. Bereits in der Zwischenkriegszeit baute die GESIBA auch Wohnungen für die Stadt Wien und führte diesen Aufgabenbereich nach 1945 weiter. So entstand z.B. ab 1947 die "Per-Albin-Hansson-Siedlung" in Favoriten. Mittlerweile hat die Gesellschaft mehr als 30.000 Gemeindewohnungen sowie auch Pensionisten- und Behindertenheime, Schulen, Jugendzentren und Kindergärten errichtet. Durch den Bau eigener Mietwohnungen ab den 60er Jahren wurde die GESIBA zu einem der größten gemeinnützigen Bauträger Österreichs. Die anschließende Verwaltung der eigenen Mietobjekte führte zu einem starken Anwachsen des Dienstleistungsbereiches, der auch durch die Übernahme von Gemeindeobjekten und Stiftungshäusern weiter ausgebaut wurde.

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