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Ich wähle Grün, damit meine Arbeit endlich gleich viel zählt

Wahlplakat der Grünen für die Nationalratswahl vom 1. Oktober 2006

Wesentliche Themen der Grünen im Wahlkampf 2006 waren die Beseitigung von Armut, die Ablehnung der Ausländerhetze, eine moderne Bildungspolitik, die Ablehnung von Atomstrom und Forderung, dass gleiche Arbeit gleich bezahlt werden muss. Angesprochen wurden damit die noch immer dramatisch hohen Lohn- und Gehaltsunterschiede von Männer und Frauen in Österreich: Frauen verdienen für die selbe Arbeit noch heute bis zu einem Drittel weniger als Männer, ganz abgesehen von der "gläsernen Decke", die sie häufig am beruflichen Fortschritt hindert.

In symbolischer Hinsicht fällt auf den Wahlplakaten der Grünen 2006 neben der Verwendung ihres Parteisymbols, des G in Pfeilform, die "Zeichnung" der Plakate mit der
österreichischen und der EU-Fahne (hier rechts unten) auf. Europa war somit auch auf den Nationalratswahlplakaten der einstigen EG-Skeptiker angekommen und nahm hier 2006 einen fixen Platz ein.

Zur Nationalratswahl vom 1. Oktober 2006:

Bei der Nationalratswahl vom 1. Oktober 2006 kandidierten bundesweit insgesamt sieben Parteien: SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne, BZÖ, KPÖ und die Liste Dr. Martin (MATIN), wobei fünf Parteien auch der Einzug in den Nationalrat gelang.

Stimmenstärkste Partei wurde die SPÖ mit 1.663.986 Stimmen (35,34% der abgegebenen Stimmen) und 68 Mandaten, zweitstärkste Partei wurde die ÖVP mit 1.616.493 (34,33% der abgegebenen Stimmen) und 66 Mandaten. Die Grünen wurden drittstärkste Partei mit 520.130 Stimmen (11,05% der abgegeben Stimmen) und 21 Mandaten. Die FPÖ erhielt 519.598 Stimmen (11,04% der abgegebenen Stimmen) und ebenfalls 21 Mandate, das BZÖ erreichte 193.539 Stimmen (4,11% der abgegebenen Stimmen) und sieben Mandate.

Quelle: Österreichische Nationalbibliothek, Flugblätter-, Plakate- und Exlibris- Sammlung

Schlagworte: Arbeit, Arbeitsmarkt, Arbeitsmarktpolitik, Frauen, Frauenpolitik, Gender, Geschlechterverhältnisse, Wahl

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