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Gorbach, Alfons

Alfons Gorbach wurde am 2. September 1898 in Imst geboren, wuchs aber in der Steiermark auf und sollte ursprünglich Priester werden. Nachdem er im Ersten Weltkrieg ein Bein verloren hatte, studierte er jedoch Jus anstatt Theologie und wurde Mitglied einer CV-Verbindung. Politisch betätigte er sich bei den Christlichsozialen. Von 1933 bis 1938 war er Landesführer der Vaterländischen Front in der Steiermark. Nach dem "Anschluss" Österreichs an Hitler-Deutschland wurde Gorbach ins KZ Dachau verschleppt, wo er bis 1942 interniert war. Neuerlich in ein KZ gesperrt wurde Gorbach nach dem 20. Juli 1944 (KZ Flossenbürg und KZ Dachau). Ab 1945 betätigte sich Gorbach politisch für die ÖVP. Er war von 1945 bis 1970 Nationalratsabgeordneter, von 1960 bis 1963 Bundesparteiobmann der ÖVP und von 1961 bis 1964 Bundeskanzler (bis er in beiden Funktionen von Josef Klaus abgelöst wurde). Gorbach trat als Großkoalitionär für eine Zusammenarbeit von SPÖ und ÖVP ein und vertrat eine "Versöhnungspolitik" gegenüber den ehemaligen Nationalsozialisten. 1965 ließ sich Gorbah von der ÖVP als Bundespräsidentschaftskandidat aufstellen, unterlag bei der Wahl aber dem SPÖ-Kandidaten Franz Jonas. Am 31. Juli 1972 verstarb Alfons Gorbach.

(Quellen: http://www.wienerzeitung.at/linkmap/personen/renner.htm, 24.7.2008, http://www.aeiou.at, 24.7.2008, http://www.parlinkom.gv.at, 24.7.2008; Herbert Dachs u.a. (Hg.), Die Politiker. Karrieren und Wirken bedeutender Repräsentanten der Zweiten Republik, Wien 1995.)

http:// www.demokratiezentrum.org /a84cde00f5e92b3b8cbee6f91b3804f2/de/startseite/wissen/lexikon/gorbach_alfons.html

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