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Methodenbox

Anregungen, Material und Hinweise zu Unterrichtsmethoden für die Behandlung des Themas Digitale Zivilcourage im Unterricht

 

Ausgewählte Methoden

 

Fish Bowl

Das Fish-Bowl-Verfahren kann zur Diskussion in der Gruppe verwendet werden – durch ein freies Gespräch entsteht ein offener Austausch. Nach einer Gruppenarbeit werden die Ergebnisse von jeder Gruppe stichwortartig aufbereitet. Nun nehmen SprecherInnen in einem inneren Sesselkreis Platz, zu dem noch ein/e ModeratorIn und ein freier Sessel gehören. Die übrigen SchülerInnen bilden den äußeren Sitzkreis. Die SprecherInnen tragen die Ergebnisse vor, ohne fixe Reihenfolge, die übrigen Gruppenmitglieder können Ergänzungen anbringen; wenn sich SchülerInnen der anderen Gruppen aus dem äußeren Kreis einbringen wollen, setzen sie sich auf den leeren Sessel. Als ModeratorIn kann die Lehrkraft oder ein/e SchülerIn fungieren.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung / bpb (Hg.) (2016): Methodenkiste. In: www.bpb.de/shop/lernen/thema-im-unterricht/36913/methoden-kiste

 

Kugellager

Ziel dieser Diskussionsmethode, die an das Speed Dating erinnert, ist der schnelle Gedankenaustausch und der direkte Einstieg in ein neues Thema. Eine Gruppe stellt sich dafür in einem äußeren und einem inneren Kreis auf, wobei je eine Person aus dem äußeren einer aus dem inneren gegenübersteht. Jedes Pärchen diskutiert nun eine kurze Frage; nach ein paar Minuten dreht sich der innere Kreis um eine Position weiter, die neuen PartnerInnen besprechen die nächste Frage.

Quelle: Koordinierungsstelle zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland, www.strukturierter-dialog.de/praxistipps/methodentipps/methode/kugellager/

 

Mind Map

Mind Maps sind ein flexibles grafisches Hilfsmittel, das der vernetzten Struktur des Gehirns nachempfunden ist. Eine Mind Map ermöglicht das Sammeln von Ideen, Gedanken und Zusammenhängen in kreativer Form ohne strenge Struktur.
In der Mitte eines Blattes im Querformat wird ein Kreis gezeichnet und darin das Thema notiert. Gedanken dazu werden in freier Assoziation auf Ästen vermerkt, die vom Kreis ausgehen. Wenn zu diesen Themen weitere Unterpunkte auftauchen, können Zweige angefügt werden. Die entstehende Ideenlandschaft kann durch Zeichnungen oder Symbole ergänzt werden und als Mittel zur Präsentation dienen.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung / bpb (Hg.) (2016): Methodenkiste. In: www.bpb.de/shop/lernen/thema-im-unterricht/36913/methoden-kiste

 

Positionslinie (Barometer)

Eine Positionslinie ermöglicht es, unterschiedliche Meinungen im Raum auszudrücken. Dazu wird, etwa mit Klebeband, eine Linie markiert. Zu einer bestimmten Frage werden die beiden Enden als ja/nein, stimme zu/stimme nicht zu, pro/contra ... definiert, die Mitte steht für eine neutrale Einstellung. Nun positionieren sich die SchülerInnen entsprechend ihrer Meinung auf dieser Linie; ihrer Positionen werden anschließend begründet und diskutiert.

Quelle: Schulleben und Unterricht demokratisch gestalten, www.sn.schule.de/~sud/methodenkompendium/module/2/2_3.htm

 

Rollenspiel

Rollenspiele eignen sich, um vielfältige Aspekte eines Themengebiets deutlich zu machen. Die SchülerInnen übernehmen dabei Rollen in einem bestimmten Kontext. Die Vorgaben, etwa auf Rollenkarten, schränken die Umsetzung ein, Ziel ist es, die definierte Rolle möglichst überzeugend darzustellen. Eine Person kann dabei auch nacheinander mehrere Rollen übernehmen. Im Anschluss sollte über die gemachten Erfahrungen diskutiert werden.
Rollenspiele machen die eigenen Einstellungen bewusst und können die Abläufe von Kommunikation offenlegen. Die Übernahme einer Rolle, die nicht zwingend der eigenen Überzeugung entspricht, fördert die Fähigkeit, sich in andere Menschen und deren Meinungen hineinzuversetzen und ermöglicht so einen Perspektivenwechsel.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung / bpb (Hg.) (2016): Methodenkiste. In: www.bpb.de/shop/lernen/thema-im-unterricht/36913/methoden-kiste

 

Tabu

An das Gesellschaftsspiel des gleichen Namens angelehnt, werden beim Tabu Begriffe erklärt, ohne bestimmte Wörter dafür zu verwenden. SchülerInnen werden in zwei Gruppen geteilt; der/die erste SpielerIn erhält einen der vorbereiteten Begriffe und versucht, ihn den anderen Mitgliedern seiner/ihrer Gruppe innerhalb einer bestimmten Zeit zu beschreiben. Das andere Team stoppt und kontrolliert, ob Tabu-Wörter verwendet werden.

Quelle: Koordinierungsstelle zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland, www.strukturierter-dialog.de/praxistipps/methodentipps/methode/kugellager/

 

 

Materialien

siehe Möglichkeiten der Vermittlung für weitere Unterlagen

 

Links

Bundeszentrale für politische Bildung / Methodendatenbank

Koordinierungsstelle zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland / Methodentipps

 

 

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