zur normalen Ansicht

Bildung > Lernmodule > Digitale Zivilcourage stärken > Formen und Möglichkeiten elektronischer Partizipation > Erarbeitung 

Formen und Möglichkeiten elektronischer Partizipation

Erarbeitung

Staatliche Angebote

Nachdem in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts viel über E-Democracy gesprochen wurde, hat das Thema mittlerweile weitgehend an Popularität verloren. So endet etwa die Zeit-Online Sammelseite zur E-Demokratie mit 2012. Probleme insbesondere im Bereich der Datensicherheit und Manipulation haben die euphorischen Hoffnungen auf eine partizipative E-Demokratie stark gebremst. Im Bereich des E-Governments wurde das Angebot jedoch stark ausgebaut. Folgende Websites geben einen Überblick über den Stand der Entwicklung der staatlich organisierten Beteiligungsmöglichkeiten.

partizipation.at

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft finanziert die Plattform „Partizipation & Nachhaltige Entwicklung in Europa“, auf der alle das Thema betreffende Neuigkeiten gesammelt werden.

digitales.oesterreich.gv.at

Europaweit sehr weit fortgeschritten sind die Maßnahmen Österreichs zum E-Government. Auf der Seite „Digitales Österreich“ finden sich Angebote, Maßnahmen und Rechtliches zum Thema.

Grundlagenstudie Internet und Demokratie in Österreich

Die Grundlagenstudie zu „Internet und Demokratie in Österreich“ (Hg. Sora) aus dem Jahr 2014

 

Online-Petitionen und Bürgerinitiativen

Online-Petitionen gehören sicherlich zu den niederschwelligen und meistverbreiteten Partizipationsmöglichkeiten. Sie werden einerseits von staatlichen Behörden und internationalen Organisationen, andererseits von der Zivilgesellschaft verwendet. Nachfolgend finden sich vier zentrale Online-Petitionsplattformen. Die SchülerInnen können Hintergründe, Absichten und Funktionsweisen dieser Plattformen recherchieren. Interessant ist es, sich anzusehen, welche Petitionen über diese Plattformen abgewickelt werden. Insbesondere bei avaaz.org und change.org lohnt sich eine kritische Durchsicht besonders (Wie seriös sind die eingereichten Petitionen, an wen sind sie adressiert, wer ist InitiatorIn, welche Absicht steht dahinter?).

parlament.gv.at/PAKT/BB/

Auf dieser Seite des Parlaments können BürgerInnen Bürgerinitiativen und Petitionen des Bundes- oder Nationalrats zustimmen.

petiport.secure.europarl.europa.eu/petitions/en/home

Auf dieser Website können Petitionen an das Europäische Parlament eingerichtet werden.

avaaz.org

Das größte Petitionsportal der Welt, auf dem zivilgesellschaftliche Anliegen, oftmals mit globaler Ausrichtung, zur Abstimmung gebracht werden.

change.org

Ebenfalls eine Online-Petitionsplattform.

 

Digitale Spaltung? Eine Statistikanalyse

Internetangebote scheinen niederschwellig, jedem zugänglich und scheinbar kostenlos verfügbar. Daher sind sie vordergründig ideal für BürgerInnenbeteiligung und Partizipation. Doch stimmt das wirklich? Tatsächlich nur teilweise – so korreliert ein elaborierteres NutzerInnenverhalten mit dem Bildungsstand, es lässt sich also von einer „digitalen Spaltung“ sprechen. Auch kann man Jugendliche nicht immer als „digital natives“ bezeichnen, wie NutzerInnenstudien zeigen. Dies und andere statistische Zusammenhänge können SchülerInnen anhand folgender und weiterer Websites erarbeiten.

statistik.at 

Auf der Website der Statistik Austria können mit dem Suchbegriff „IKT“ (Informations- und Kommunikationstechnologie) viele interessante Daten gefunden werden.

mmaaustria.at/

Die Mobile Marketing Association führt jedes Jahr den „Mobile Communications Report“ durch, der das NutzerInnenverhalten von Smartphone UserInnen zeigt

Measuring the Information Society Report 2015

Der „Measuring the Information Society Report 2015“ der UNO vergleicht international die Internetnutzung.

 

Vorreiterland E-Estland

Als internationales Vorzeigeland in Sachen digitaler Partizipation gilt Estland. Mittels eines Chips auf dem Personalausweis, einem mobilen Kartenlesegerät und einem PIN können die EstInnen wählen, sich ummelden oder Firmen anmelden. Die SchülerInnen sollen sich anhand von Artikeln im Internet ansehen, welche weiteren Maßnahmen Estland seinen BürgerInnen digital bereitstellt und welche davon auch in Österreich sinnvoll wären. Im Vergleich dazu kann die Stellungnahme des europäischen Parlaments zur Situation in der EU gelesen werden (Bericht über digitale Demokratie in der Europäischen Union).

 

Weiter zu:
Einführung
Erarbeitung
Abschluss

Zum Beginn des LernmodulsSoziale Medien und Stärkung digitaler Zivilcourage

© Demokratiezentrum Wien

Demokratiezentrum Wien
Hegelgasse 6 / 5, A - 1010 Wien
Tel.: +43 / 1 / 512 37 37, Fax.: +43 / 1 / 512 37 37-20
office@demokratiezentrum.org

legalporn4k.com