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Kraftvoll die Zukunft gestalten
Kraftvoll die Zukunft gestalten
Wahlplakat der ÖVP für die Nationalratswahl vom 6. Mai 1979
Quelle: VGA/Sammlung Kunisch

Ein wesentliches Thema der ÖVP bei den Nationalratswahlen 1979 war jenes der Erneuerung, verstanden als Alternative zu einer Politik der SPÖ. Dieser Aspekt der Erneuerung wurde auf symbolischer Ebene einerseits mit dem Slogan "Für einen neuen Frühling" und andererseits mit der bildlichen Darstellung einer voll aufblühenden Blume, der Tulpe als klassischer Frühlingsblume, vor rot-weiß-rotem Hintergrund versinnbildlicht. Umgesetzt wurde der Slogan - wiederum mit einer starken Verbindung zur rot-weiß-roten Fahne als starkem Österreich-Bezug - aber auch in Zusammenhang mit dem Portrait von Josef Taus. Taus war 1975 Karl Schleinzer, der im Wahlkampf 1975 tödlich verunglückt war, als Parteivorsitzender nachgefolgt. Text- und Bildbotschaft ergeben auf dem Plakat jedoch keine Einheit, die Botschaft "Kraftvoll die Zukunft gestalten" decken sich nicht mit Auftreten Taus`.

Zu Josef Taus:

Josef Taus wurde 1933 in Wien geboren. Er studierte an der Hochschule für Welthandel und an der Universität Wien. Er war als Wirtschaftsredakteur bei der "Wiener Zeitung", als wissenschaftlicher Sachbearbeiter im Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (1956?1958), der Girozentrale und Bank der Österreichischen Sparkassen AG (1958?1975) tätig. Von 1966-1967 war er Staatssekretär für Verkehr und der Verstaatlichten Industrie, von 1967-1975 Aufsichtsratsvorsitzender der ÖIG bzw. ÖIAG und von 1975-1979 Bundesparteiobmann der Österreichischen Volkspartei, 1975-1991 Abgeordneter zum Nationalrat, Wirtschaftsexperte der ÖVP. Seit 1989 ist Josef Taus als Unternehmer (Management Trust Holding AG) tätig.

Quellen: http://www.wienerzeitung.at/linkmap/personen/taus.htm, 14.7.2006,
http://www.aeiou.at, 14.7.2006, Herbert Dachs u.a. (Hg.), Die Politiker. Karrieren und Wirken bedeutender Repräsentanten der Zweiten Republik, Wien 1995.

Zur Nationalratswahl vom 6. Mai 1979:

Bei der Nationalratswahl vom 6. Mai 1979 kandidierten insgesamt fünf Parteien: SPÖ, ÖVP, FPÖ, KPÖ und die Christlich-Soziale-Arbeitsgemeinschaft.

Den Einzug in den Nationalrat schafften SPÖ, ÖVP und FPÖ, wobei die SPÖ ihre absolute Stimmen- und Mandatsmehrheit erfolgreich verteidigen bzw. diese sogar noch ausbauen konnte. Kreisky konnte bei der Nationalratswahl 1979 das beste Wahlergebnis seiner 13-jährigen Amtszeit als österreichischer Bundeskanzler erzielen.

Die einzelnen Parteien erreichten folgendes Ergebnis: SPÖ: 2,413.226 bzw. 51% der abgegebenen Stimmen (95 Mandate), ÖVP: 1,981.739 bzw. 41,9% der abgegebenen Stimmen (77 Mandate), FPÖ: 286.743 bzw. 6,1% der abgegebenen Stimmen (11 Mandate).

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