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Kreisky - wer sonst?
Kreisky - wer sonst?
Wahlplakat der SPÖ für die Nationalratswahl vom 5. Oktober 1975
Quelle: VGA/Sammlung Kunisch

Die Nationalratswahl vom 5. Oktober 1975 wurde seitens der SPÖ durch die Themen Zukunft und Sicherheit bestimmt. Das Kernthema der SPÖ lautete Stabilität, also das Bewahren des Status Quo in der Zukunft. Angesichts der größer werdenden wirtschaftlichen Unsicherheit, ausgelöst durch die Erdölkrise von 1973, hatten Fragen der wirtschaftlichen und sozialen Sicherheit zudem eine hohe Priorität für die österreichische Bevölkerung.

Die Regierungspartei SPÖ positionierte sich, vor allem aber die Person des Bundeskanzlers Bruno Kreiskys, als Garant für Sicherheit und eine gute Zukunft: Diese beiden Themen wurden auch auf den Plakaten angeführt. Der Wahlkampf war ganz auf die Person Kreiskys abgestimmt, erstmals erschien sein Portrait auch auf den Plakaten. Diese Fokussierung auf Kreisky wurde auch durch den Slogan ?Kreisky - wer sonst?? deutlich.

Das abgebildete Plakat zeigt miteinander plaudernde PensionistInnen inmitten einer parkähnlichen Landschaft. Die Naturidylle und die zufriedenen PensionistInnen versinnbildlichen, dass es den PensionistInnen unter dem politischen Kurs Kreiskys gut geht. Der Text "Sicherheit und eine gute Zukunft" will potentielle WählerInnen der SPÖ überzeugen, während "Kreisky - wer sonst?" mögliche Alternativen außer Frage stellt.

Das SPÖ-Logo ist - wie in den Wahlkämpfen 1970 und 1971 - wieder in oranger Farbe mit einer feinen roten Umrandung gehalten.

Zur Nationalratswahl vom 5. Oktober 1975:

Bei der Nationalratswahl vom 5. Oktober 1975 kandidierten folgende Parteien: SPÖ, ÖVP, FPÖ, KPÖ, Liste Steinacher Franz, Gruppe Revolutionäre Marxisten. Den Einzug in den Nationalrat schafften SPÖ, ÖVP und FPÖ, wobei die SPÖ 2,326.201 bzw. 50,4% der abgegebenen Stimmen (93 Mandate), die ÖVP 1,981.291 bzw. 42,9% der abgegebenen Stimmen (80 Mandate) und die FPÖ 249.444 bzw. 5,4% der abgegebenen Stimmen (10 Mandate) erreichte. Im Vergleich zur vorhergehenden Wahl blieb das Machtverhältnis im österreichischen Nationalrat somit unverändert; die SPÖ besaß unverändert mit 93 Mandaten die absolute Mehrheit im österreichischen Nationalrat. Maßgeblich für ihr positives Wahlergebnis war die 1971 fortgesetzte Reformpolitik Kreiskys.

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