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Österreich. Hier geht`s uns gut.
Österreich. Hier geht`s uns gut.
Wahlplakat der ÖVP für die Nationalratswahl vom 1. Oktober 2006
Quelle: Österreichische Nationalbibliothek, Flugblätter-, Plakate- und Exlibris- Sammlung
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Im Vorfeld der Nationalratswahlen 2006 plakatierte die ÖVP Bundeskanzler Schüssel in einer ersten Serie von Wahlplakaten als entspannten Wanderer in der "Schönheit der österreichischen Natur". Wie auch Alfred Gusenbauer, der im Rahmen seiner "Startklar-Tour" ganz Österreich durchquerte, um sich in den Bundesländern bekannt zu machen, wurde auch Schüssel im Vorfeld der Wahlen 2008 von den Wahlstrategen der ÖVP auf die Wanderschaft geschickt. Genutzt wurde in beiden Fällen die spätsommerliche Atmosphäre, um die Verbundenheit mit Land und Leuten zu demonstrieren und den idyllischen Landschaftsbildern beifügen zu können, dass "es uns in Österreich" gut geht. Suggeriert wurde dabei - obzwar es nicht explizit formuliert wurde -, dass dies v.a. ein Ergebnis der ÖVP-Politik sei.

Weitere (und auch spätere) Plakate der ÖVP aus dem Wahlkampf 2006, bei denen allesamt Bundeskanzler Schüssel - wie auch 2002 - im Mittelpunkt stand, hatten folgende Textbotschaften zum Inhalt: "Österreich bleibt besser", "Weil er` s kann.", "Unser Kanzler", "Sicher. Österreich".

In Hinblick auf das Logo ist auffallend, dass auf dem abgebildeten Plakat (jedoch nicht auf allen Plakaten der Partei) die Unterschrift von Wolfgang Schüssel ins Parteilogo (über die rot-weiß-rote, wehende Fahne) gesetzt wurde, was als deutlicher Ausdruck für die starke Identifikation der ÖVP mit Wolfgang Schüssel im Wahlkampf 2006 bzw. dessen starke Machtposition in der Partei interpretiert werden kann.

Zur Nationalratswahl vom 1. Oktober 2006:

Bei der Nationalratswahl vom 1. Oktober 2006 kandidierten bundesweit insgesamt sieben Parteien: SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne, BZÖ, KPÖ und die Liste Dr. Martin (MATIN), wobei fünf Parteien auch der Einzug in den Nationalrat gelang.

Stimmenstärkste Partei wurde die SPÖ mit 1.663.986 Stimmen (35,34% der abgegebenen Stimmen) und 68 Mandaten, zweitstärkste Partei wurde die ÖVP mit 1.616.493 (34,33% der abgegebenen Stimmen) und 66 Mandaten. Die Grünen wurden drittstärkste Partei mit 520.130 Stimmen (11,05% der abgegeben Stimmen) und 21 Mandaten. Die FPÖ erhielt 519.598 Stimmen (11,04% der abgegebenen Stimmen) und ebenfalls 21 Mandate, das BZÖ erreichte 193.539 Stimmen (4,11% der abgegebenen Stimmen) und sieben Mandate.

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