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Versprochen - Verwirklicht
Versprochen - Verwirklicht
Wahlplakat der ÖVP für die Nationalratswahl vom 13. Mai 1956
Quelle: Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Plakatsammlung

Neben ihrem zentralen Thema im Nationalratswahlkampf 1956, dem Antikommunismus, hat die ÖVP auch mit einer Erfolgsbilanz geworben. An oberster Stelle stand hierbei - wie das abgebildete Plakat zeigt - die Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages 1955.

Einen deutlichen Österreich-Bezug zeigte die ÖVP aber auch durch die Verwendung der "Nationalfarben" Rot-Weiß-Rot in ihrem Logo - auf symbolischer Ebene stilisierte sich die ÖVP damit zur "Österreich-Partei". Anzumerken ist jedoch, dass im Wahlkampf mehrere Logos der Partei dokumentiert sind. So taucht neben dem rot-weiß-roten Parteilogo auch der schwarze Schriftzug ÖVP auf. Der horizontale rot-weiß-rote Schriftzug "ÖVP" war von der Partei bereits 1953 auf ihren Plakaten verwendet worden; maßgeblich für das sukzessive Abgehen vom rot-weiß-roten "Ö" (siehe Wahlgang 1953) war auch die Folge von gegnerischen Karikaturen, die das "Rundliche" und "Dicke" des Logos ausnützten, um die "ÖVP-Tant" als satt und unbeweglich erscheinen zu lassen.

Zur Nationalratswahl vom 13. Mai 1956:

Bei der Nationalratswahl vom 13. Mai 1956 kandidierten insgesamt zehn Parteien: Ergokratische Partei, Freie Arbeiterpartei Österreichs, Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), Kommunisten und Linkssozialisten, Österreichische Mittelstandspartei, Österreichische Patriotische Union, Österreichische Volkspartei (ÖVP), Parlamentarische Vertretung der Wahlverhinderten, Partei der Vernunft, Sozialistische Partei Österreichs (SPÖ).

Den Einzug in den Nationalrat schafften ÖVP (1,999.986 oder 46% der abgegebenen Stimmen bzw. 82 Mandate), SPÖ (1,873.295 oder 43% der abgegebenen Stimmen bzw. 74 Mandate), FPÖ, die aus dem Verband der Unabhängigen (VdU/WdU) hervorgegangen war (283.749 oder 6,5% der abgegebenen Stimmen bzw. 6 Mandate), KuL (192.438 oder 4,4% der abgegebenen Stimmen bzw. 6 Mandate).

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