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Wählt mit Vernunf
Wählt mit Vernunf
Wahlplakat der ÖVP für die Nationalratswahl vom 22. Februar 1953
Quelle: VGA/Sammlung Kunisch

Die ÖVP gab den WählerInnen im Wahlkampf 1953 mit erhobenem Zeigefinger den Auftrag, ihre Stimme bei der Wahl für die ÖVP abzugeben. Dabei erweckte die Partei - zumindest aus heutiger Sicht - einen belehrenden und schulmeisternden Eindruck, wobei auch die Suggestion negativer Konsequenzen durch den erhobenen Zeigefinger mitschwang. Insgesamt trat die Partei den WählerInnen nicht so gegenüber, als würde sie diese als mündige BürgerInnen sehen.

Zur Nationalratswahl vom 22. Februar 1953:

Bei der Nationalratswahl vom 22. Februar 1953 kandidierten folgende Parteien: ÖVP, SPÖ, Bund österreichischer Monarchisten, Christlichdemokratische Partei (Krscanska demokratska stranka), Christlichsoziale Partei und Parteifreie Persönlichkeiten, Österreichische National-Republikaner und Parteilose, Österreichische Patriotische Union, Überparteiliche Einigung der Mitte, Wahlgemeinschaft parteiloser Persönlichkeiten, Wahlgemeinschaft Österreichische Volksopposition, Wahlpartei der Unabhängigen.

Den Einzug in den Nationalrat schafften ÖVP (1,781.777 Stimmen oder 41,3% der abgegebenen Stimmen bzw. 74 Mandate), SPÖ (1,818.517 Stimmen oder 42,1% der abgegebenen Stimme bzw. 73 Mandate), die Wahlgemeinschaft Österreichische Volksopposition, die Nachfolgerin des Linsblocks bestehend aus KPÖ und Linkssozialisten (228.159 oder 5,3% der abgegebenen Stimmen bzw. 4 Mandate) und die Wahlpartei der Unabhängigen (472.866 Stimmen oder 10,9% der abgegebenen Stimmen bzw. 14 Mandate). Stimmenstärkste Partei wurde die SPÖ, die aufgrund des bestehenden Wahlrechts jedoch ein Mandat weniger als die ÖVP erlangte.

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