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Wählt Euch den Machtausgleich in die Regierung
Wählt Euch den Machtausgleich in die Regierung
Wahlplakat der ÖVP für die Nationalratswahl vom 9. Oktober 1994
Quelle: VGA/Sammlung Kunisch

Im Mittelpunkt des ÖVP-Wahlkampfs 1994, den auf den Plakaten mehr die Partei als ihr Spitzenkandidat Erhard Busek dominierte, stand der Slogan "Kraft der Mitte", mit dem die ÖVP die WählerInnen dazu aufforderte, sich den Machtausgleich, Leistung oder Kontrolle in die Regierung zu wählen. Argumentiert wurde dies damit, dass die ÖVP "der starke Partner" oder "die treibende Kraft in der Regierung" sei und sie für Verlässlichkeit und Wettbewerb stehe. Zentral war für die ÖVP im Wahlkampf 1994 die Frage des Machtausgleichs (in der Regierung), die zur wichtigsten Motivation der WählerInnen werden sollte.

Auffallend ist der dominante Einsatz der Farbe Rot auf den ÖVP-Wahlplakaten, die sonst zum symbolischen Inventar der SPÖ gehört, weshalb sich die Frage aufdrängt, ob hier in symbolischer Hinsicht versucht wurde, WechselwählerInnen anzusprechen. Bemerkenswert ist zudem das Fehlen eines Parteilogos. Vielmehr zeichnete die Partei ihre Plakate mit dem Zweizeiler "Die Volkspartei / die Kraft der Mitte".

Zur Nationalratswahl vom 9. Oktober 1994:

Ber der Nationalratswahl vom 9. Oktober 1994 kandidierten folgende Parteien: SPÖ, ÖVP, FPÖ, Die Grüne Alternative, LIF, KPÖ, VGÖ/Vereinte Grüne Österreichs, BGÖ/Bürgerliche Grüne Österreichs - Freie Demokraten und ÖNP - Österreichische Naturgesetz-Partei), Nein - Bürgerinitiative gegen den Verkauf Österreichs, Christliche - Wähler - Gemeinschaft, Fritz Georg, Die Beste Partei.

Den Einzug in den Nationalrat schafften folgende Parteien: SPÖ 34,9% (1,617.804) der abgegebenen Stimmen und 65 Mandate, ÖVP 27,7% (1,281.846) der abgegebenen Stimmen und 52 Mandate, FPÖ 22,5% (1,042.332) der abgegebenen Stimmen und 42 Mandate, Die Grünen - Die Grüne Alternative 7,3% (338.538) und 13 Mandate, Liberales Forum Heide Schmidt - 6% (276.580) der abgegebenen Stimmen und 11 Mandate.

Die nach den Wahlen durchgeführten Regierungsverhandlungen führten neuerlich zur Bildung einer Großen Koalition aus SPÖ und ÖVP. Sie dauerte jedoch nur ein Jahr, weshalb 1995 erneut Nationalratswahlen durchgeführt wurden.

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