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So ... geben Sie Vranitzky ihre Vorzugsstimme
So ... geben Sie Vranitzky ihre Vorzugsstimme
Wahlplakat der SPÖ für die Nationalratswahl vom 7. Oktober 1990
Quelle: VGA/Sammlung Kunisch

Der eindeutig zentrale Akteur im Wahlkampf der SPÖ war 1990 ihr Spitzenkandidat, Bundeskanzler Franz Vranitzky. Seiner starken Betonung im Wahlkampf entsprach auch die Bildung eines "Unabhängigen Personenkomitees zur Unterstützung der Wiederwahl von Bundeskanzler Dr. Franz Vranitzky", das für die Abgabe von Vorzugsstimmen für den Kanzler warb. Vranitzky nahm somit Anleihen bei Bruno Kreisky, für den bereits 1971 öffentlichkeitswirksam Prominente wie Senta Berger oder Niki Lauda geworben haben. Weiters verdeutlicht wird der Persönlichkeitswahlkampf der SPÖ durch eigene Sticker, auf denen "Mit Vorzugsstimme!" zu lesen war.

Zur Nationalratswahl vom 7. Oktober 1990:

Bei der Nationalratswahl vom 7. Oktober 1990 kandidierten folgende Parteien: SPÖ, ÖVP, FPÖ, KPÖ, Die Grüne Alternative - Grüne im Parlament, Vereinte Grüne Österreichs/das Umwelt-Bürgerforum, Verband der Sozialversicherten, Christliche Wähler-Gemeinschaft, Christdemokratische Partei, Wahlplattform der Grauen Österreichs, Fritz Georg. Den Einzug in den Nationalrat schafften vier Parteien: die SPÖ mit 42,8% (2,012.787) der abgegebenen Stimmen bzw. 80 Mandaten, die ÖVP mit 32,1% (1,508.600) der abgegebenen Stimmen bzw. 60 Mandaten, die FPÖ mit 16,6% (782.648) der abgegebenen Stimmen bzw. 33 Mandaten, die GAL mit 4,8 % (225.084) der abgegebenen Stimmen bzw. 10 Mandaten. Der Wahl folgte die Bildung einer SPÖ-ÖVP-Koalitionsregierung.

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