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Alleinmacht oder Zusammenarbeit
Alleinmacht oder Zusammenarbeit
Wahlplakat der ÖVP für die Nationalratswahl vom 6. Mai 1979
Quelle: VGA/Sammlung Kunisch

Ein wesentliches Thema im Wahlkampf der ÖVP 1979 war jenes der Erneuerung - auch dargestellt mittels des Sujets einer aufblühenden Tulpe -, wobei sich diese Erneuerung stark auf eine Alternative zur (seit 1970 bestehenden) Allenregierung der SPÖ bezog. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang nicht nur die Politik der SPÖ, sondern v.a. auch die ihr zustehende Machtfülle. Wenn auf den Plakaten der ÖVP 1979 "Alleinmacht oder Zusammenarbeit" zu lesen war, stand dieser Slogan jedoch weniger für ein stark ausgeprägtes Interesse der Partei an einer Koalition mit der SPÖ , als an deren prinzipieller Machtbeschneidung, die auch demokratiepolitisch als wichtig empfunden wurde.

Zur Nationalratswahl vom 6. Mai 1979:

Bei der Nationalratswahl vom 6. Mai 1979 kandidierten insgesamt fünf Parteien: SPÖ, ÖVP, FPÖ, KPÖ und die Christlich-Soziale-Arbeitsgemeinschaft.

Den Einzug in den Nationalrat schafften SPÖ, ÖVP und FPÖ, wobei die SPÖ ihre absolute Stimmen- und Mandatsmehrheit erfolgreich verteidigen bzw. diese sogar noch ausbauen konnte. Kreisky konnte bei der Nationalratswahl 1979 das beste Wahlergebnis seiner 13-jährigen Amtszeit als österreichischer Bundeskanzler erzielen.

Die einzelnen Parteien erreichten folgendes Ergebnis: SPÖ: 2,413.226 bzw. 51% der abgegebenen Stimmen (95 Mandate), ÖVP: 1,981.739 bzw. 41,9% der abgegebenen Stimmen (77 Mandate), FPÖ: 286.743 bzw. 6,1% der abgegebenen Stimmen (11 Mandate).

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