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Es steht 79:78
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Wahlplakat der ÖVP für die Nationalratswahl vom 18. November 1962
Quelle: VGA/Sammlung Kunisch

Nachdem die SPÖ die Erhaltung des Gleichgewichts 1959 in den Mittelpunkt ihrer Wahlwerbung stellte und damit durchaus erfolgreich war - sie gewann bei den Wahlen 1959 deutlich hinzu -, griff die ÖVP im Wahlkampf 1962 auf das selbe Thema zurück: Sie plakatierte, dass bei nur einem Mandat mehr für die SPÖ die "sozialistische Herrschaft" beginne. Ein Erstarken der SPÖ setzte sie somit - ähnlich wie die SPÖ 1959 - mit einem Ende der Demokratie gleich. Beide Parteien unterstellten der österreichischen Nachkriegsdemokratie somit noch Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre, nicht so weit gefestigt zu sein, um deutliche Mehrheiten zu verkraften. Bruno Kreisky hegte diese Angst noch 1966 im Zusammenhang mit der Bildung der ersten Alleinregierung.

Zu den Nationalratswahlen vom 8. November 1962:

Bei den Nationalratswahlen vom 18. November 1962 kandidierten fünf Parteien: ÖVP, SPÖ, FPÖ, KLS (Kommunisten und Linkssozialisten), EFP (Europäische Föderalistische Partei Österreichs).

Die einzelnen Parteien erreichten folgende Ergebnisse: ÖVP 2.024.501 oder 45,4% der abgegebenen Stimmen (81 Mandate); SPÖ 1.960.685 oder 44% der abgegebenen Stimmen (76 Mandate); FPÖ 313.895 oder 7% der abgegebenen Stimmen (8 Mandate). KLS und EFP schafften den Einzug in den Nationalrat nicht.

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