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Schwarz rote Proporz Diktatur - Wohin?
Schwarz rote Proporz Diktatur - Wohin?
Wahlplakat der FP für die Nationalratswahl vom 18. November 1962.
Quelle: Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Plakatsammlung

Wie bereits bei den vorhergehenden Wahlgängen war auf Seiten der FPÖ auch 1962 die Kritik an der Koalitionspraxis und der Proporzregierung ein wesentliches Thema im Wahlkampf. Hierbei versuchte sie sich durchaus als "Aufklärerin" zu inszenieren, die das wahre Wesen der "schwarz roten Proporz-Diktatur" aufzeigt und die WählerInnen aufforderte, nicht blindlings der Koalition zu folgen.

In symbolischer Hinsicht spielen auf den Wahlplakaten der Partei die Farben Rot (häufig die SPÖ symbolisierend), Schwarz (häufig für die ÖVP) und Blau als "Parteifarbe" der FPÖ eine besondere Rolle. Die Farbe Blau, auch heute noch die "Parteifarbe" der FPÖ, geht auf die Kornblume der Deutschnationalen zurück und wurde in Folge häufig mit der Farbe Gelb, einer alten germanischen Farbkombination, die Treue und Ehrlichkeit symbolisiert, verwendet. Das 1962 verwendete Parteilogo bestand, wie in den Wahlgängen zuvor, aus dem Schriftzug "FPÖ", im Vergleich zu früher wird das "F" jedoch stärker betont.

Zu den Nationalratswahlen vom 8. November 1962:

Bei den Nationalratswahlen vom 18. November 1962 kandidierten fünf Parteien: ÖVP, SPÖ, FPÖ, KLS (Kommunisten und Linkssozialisten), EFP (Europäische Föderalistische Partei Österreichs).

Die einzelnen Parteien erreichten folgende Ergebnisse: ÖVP 2.024.501 oder 45,4% der abgegebenen Stimmen (81 Mandate); SPÖ 1.960.685 oder 44% der abgegebenen Stimmen (76 Mandate); FPÖ 313.895 oder 7% der abgegebenen Stimmen (8 Mandate). KLS und EFP schafften den Einzug in den Nationalrat nicht.

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