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Sichert das Gleichgewicht!
Sichert das Gleichgewicht!
Wahlplakate der SPÖ für die Nationalratswahl vom 10. Mai 1959
Quelle: VGA/Sammlung Kunisch

Die Sicherung des Gleichgewichts stellte im Walkampf der SPÖ 1959 ein zentrales Thema dar. So deutlich wie niemals zuvor wurde es nun zu ihrem wichtigsten Wahlkampfanliegen. Dargestellt wurde es auf den affichierten Plakaten (auf Basis eines Entwurfs von Victor Th. Slama) v.a. durch ein das demokratische System symbolisierendes Staatsschiff, das zu sinken droht, wenn die ÖVP deutlich mehr Stimmen als die SPÖ gewinnen sollte. Verbunden damit war nicht selten der Hinweis darauf, dass es die Vorgängerpartei der ÖVP, die Christlichsoziale Partei bzw. deren Politiker (Dollfuß) waren, die der Demokratie bereits einmal (1933) ein Ende gesetzt hatten. Insgesamt war das Trauma Bürgerkrieg (1934) noch stark ausgeprägt.

Zur Nationalratswahl vom 10. Mai 1959:

Bei der Nationalratswahl vom 10. Mai 1959 kandidierten insgesamt fünf Parteien: ÖVP, SPÖ, FPÖ, Kommunisten und Linkssozialisten, Bund demokratischer Sozialisten.

Die ÖVP erreichte 1,928.043 bzw. 44,2% der abgegebenen Stimmen, die SPÖ 1,953.935 bzw. 44,8% der abgegebenen Stimmen, die FPÖ 336.110 bzw. 7,7% der abgegebenen Stimmen, die Kommunisten und Linkssozialisten 142.578 bzw. 3,3% der abgegebenen Stimmen, der Bund demokratischer Sozialisten 2.190 bzw. 0,1% der abgegebenen Stimmen. Den Einzug in den Nationalrat schafften ÖVP, SPÖ und FPÖ, wobei die SPÖ trotz Stimmenmehrheit aufgrund des bestehenden Wahlrechts ein Mandat weniger als die ÖVP erhielt. Die Mandate verteilten sich folgendermaßen auf die einzelnen Parteien: ÖVP 79 Mandate, SPÖ 78 Mandate, FPÖ 8 Mandate.

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