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Es geht um 150.000 neue Arbeitsplätze

Quelle: VGA/Sammlung Kunisch

Wahlplakat der SPÖ für die Nationalratswahl vom 9. Oktober 1994

Das Thema Zukunft dominierte die SPÖ-Plakatwerbung 1994. Dies wird auch am zentralen Slogan im Plakatwahlkampf 1994 deutlich: "Es geht um viel. Es geht um Österreich.? Der Slogan symbolisiert, dass man mit der Zukunft des Landes nicht achtlos umgehen darf und stellt die SPÖ als jene Partei dar, die sich für ein zukünftiges Wohlergehen der ÖsterreicherInnen einsetzt.

Der Slogan wurde je nach Plakatthema abgewandelt: Im oben stehenden Plakat wird das Wohlergehen in der Zukunft mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze in Verbindung gestellt. Daher lautet der Slogan: "Es geht um viel. Es geht um 150. 000 Arbeitsplätze." Die Zahl 150.000 steht im Mittelpunkt des Plakats und dient als Blickfänger, da sie in einer größeren Schriftart gehalten ist. Die SPÖ will mit dieser konkreten Zahl zeigen, dass sie sich verstärkt um das Thema Arbeit einsetzen will. Damit soll die Kompetenz der SPÖ in Sachen Arbeitsmarktpolitik untermauert werden.

Die schwarze Schrift und der weiße Hintergrund stehen zueinander in hohem Kontrast und sind daher für die BetrachterInnnen einprägsam. Einzig das SPÖ-Parteilogo ist in Farbe gehalten: Dieses Logo wird bei den Wahlkämpfen 1994 und 1995 auf den SPÖ-Wahlplakaten affichiert, nachdem bereits 1990 - damals allerdings noch von einander getrennt - EU- und Parteilogo auf den Wahlplakaten der SPÖ vorhanden waren. Es stellt eine Verbindung zwischen nationaler und internationaler Symbolik dar: Das rot-weiß-rote SPÖ-Logo verschmilzt mit der EU-Flagge, die etwas hinter dem SPÖ-Logo versetzt angebracht ist. Auffallend ist, dass die rot-weiß-roten Streifen des SPÖ-Logos - anders als bei der österreichischen Flagge - horizontal abgebildet sind.

Mit dieser Integration von EU-Logo und Parteilogo ist die SPÖ bis heute die einzige Partei, die mit einem Europa-Bezug im Parteilogo. Bei den Nationalratswahlkämpfen 1999 und 2002 verschwindet das EU-Logo jedoch wieder von den Wahlplakaten der SPÖ - in Verwendung war es somit nur rund um den EU-Beitritt Österreichs: 1989 kam es zum Ansuchen um Beitrittsverhandlungen, die Volksabstimmung über einen Beitritt zur Europäischen Union fand am 12. Juni 1994 statt; mit 1. Jänner 1995 trat Österreich der EU bei.

Zur Nationalratswahl vom 9. Oktober 1994:

Ber der Nationalratswahl vom 9. Oktober 1994 kandidierten folgende Parteien: SPÖ, ÖVP, FPÖ, Die Grüne Alternative, LIF, KPÖ, VGÖ/Vereinte Grüne Österreichs, BGÖ/Bürgerliche Grüne Österreichs - Freie Demokraten und ÖNP - Österreichische Naturgesetz-Partei), Nein ? Bürgerinitiative gegen den Verkauf Österreichs, Christliche - Wähler - Gemeinschaft, Fritz Georg, Die Beste Partei.

Den Einzug in den Nationalrat schafften folgende Parteien: SPÖ 34,9% (1,617.804) der abgegebenen Stimmen und 65 Mandate, ÖVP 27,7% (1,281.846) der abgegebenen Stimmen und 52 Mandate, FPÖ 22,5% (1,042.332) der abgegebenen Stimmen und 42 Mandate, Die Grünen - Die Grüne Alternative 7,3% (338.538) und 13 Mandate, Liberales Forum Heide Schmidt - 6% (276.580) der abgegebenen Stimmen und 11 Mandate.

Die nach den Wahlen durchgeführten Regierungsverhandlungen führten neuerlich zur Bildung einer Großen Koalition aus SPÖ und ÖVP. Sie dauerte jedoch nur ein Jahr, weshalb 1995 erneut Nationalratswahlen durchgeführt wurden.

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