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Daham statt Islam

Quelle: Österreichische Nationalbibliothek, Flugblätter-, Plakate- und Exlibris- Sammlung

Wahlplakat der FPÖ für die Nationalratswahl vom 1. Oktober 2006

Die FPÖ setzte im Wahlkampf 2006 unter ihrem neuen Parteiobmann und Spitzenkandidaten H.C. Strache so aggressiv wie selten zuvor auf das "AusländerInnen-Thema". Insgesamt dominierte es den gesamten Wahlkampf der Partei, was v.a. auch daran deutlich wurde, dass andere von der Partei bearbeitete Themen nicht angesprochen wurden, ohne diese in einen Zusammenhang mit dem "AusländerInnen-Thema" zu stellen.

Slogans, die die FPÖ 2006 affichierte, waren etwa "Daham statt Islam", "Deutsch statt nix versteh`n", "Sozialstaat statt Zuwanderung", "Sichere Pensionen statt Asylmillionen" und "Österreich zuerst", womit sie an das "Ausländer-Volksbegehren" der FPÖ aus dem Jahr 1992 erinnerte, in dessen Reaktion Anfang 1993 das "Lichtermeer" stattfand, bei dem hunderttausende ÖsterreicherInnen gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus demonstrierten.

Der Spitzenkandidat der Partei, H.C. Strache, auf den Plakaten der FPÖ als "Der Patriot" plakatiert. Fixer Bestandteil der Plakate war neben der Portraits Straches aber auch der Slogan "Wir für Euch" bzw. "Er für Euch", was an die Wahlkämpfe der FPÖ aus den 1990er Jahren erinnert, als Jörg Haider u.a. mit den Slogans "Er sagt, was wir denken" und "Sie sind gegen ihn, weil er für Euch ist" plakatiert wurde. Wie damals wurde auch 2006 von der FPÖ das vertrauliche "Du" bzw. "Euch" gegenüber den potentiellen WählerInnen der Partei verwendet.

Zur Nationalratswahl vom 1. Oktober 2006:

Bei der Nationalratswahl vom 1. Oktober 2006 kandidierten bundesweit insgesamt sieben Parteien: SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grüne, BZÖ, KPÖ und die Liste Dr. Martin (MATIN), wobei fünf Parteien auch der Einzug in den Nationalrat gelang.

Stimmenstärkste Partei wurde die SPÖ mit 1.663.986 Stimmen (35,34% der abgegebenen Stimmen) und 68 Mandaten, zweitstärkste Partei wurde die ÖVP mit 1.616.493 (34,33% der abgegebenen Stimmen) und 66 Mandaten. Die Grünen wurden drittstärkste Partei mit 520.130 Stimmen (11,05% der abgegeben Stimmen) und 21 Mandaten. Die FPÖ erhielt 519.598 Stimmen (11,04% der abgegebenen Stimmen) und ebenfalls 21 Mandate, das BZÖ erreichte 193.539 Stimmen (4,11% der abgegebenen Stimmen) und sieben Mandate.

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