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Konzepte

Die Frage "Was ist Europa?" gibt seit jeher Anlass für kulturhistorische Erörterungen über die Konzeption des gemeinsamen EU-europäischen Raumes. Solche Konzepte lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg stand das Konzept der Friedenssicherung in Europa als Gründungsmoment für das Europäische Integrationsprojekt. Die Idee war, dass aufgrund enger wirtschaftlicher und politischer Verflechtungen kriegerische Konflikte zwischen den Staaten nicht mehr möglich wären. Dieses Konzept entstand angesichts der historischen Erfahrungen mit kriegerischen Auseinandersetzungen im europäischen Raum. Aus der Sicht der Kriegs- und Nachkriegsgeneration verdeutlicht das Konzept eines gemeinsamen Europas die Einsicht und Notwendigkeit, nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs eine dauerhafte und stabile Neuordnung zu finden. Oder, wie es EU-Kommissar Günther Verheugen beschreibt: "Für meine Generation bedeutet Europa das Ende einer Leidenszeit und den Beginn einer neuen Hoffnung. Für uns ist es leicht, leidenschaftliche Europäer zu sein. Europa ist gleich Frieden – das ist für mich noch eine Rechnung, die bruchlos aufgeht." (Aus einer Rede Verheugens, gehalten in Breslau, Quelle: europa.eu.int)

Ein anderes wichtiges Konzept für die Entwicklung des Europäischen Integrationsprojekts stellen die vier Freiheiten dar: Freier Personenverkehr, freier Dienstleistungsverkehr, freier Warenverkehr und freier Kapitalverkehr unterstreichen als wichtige Pfeiler des gemeinsamen europäischen Binnenmarkts die Konzeption der EU als wirtschaftlichen Zusammenschluss.

Angesichts der stetig fortschreitenden Erweiterung des EU-europäischen Raumes wurde die Vielfalt der Nationen, Sprachen und Kulturen innerhalb des EU-Raumes immer größer. Beispielsweise umfasst die EU zum heutigen Zeitpunkt mehr als 20 offizielle Sprachen (2007: 23 offizielle Amtssprachen). Den Unterschieden zwischen den europäischen Staaten und Regionen begegnet die EU mit dem Motto "In Vielfalt geeint": Das Konzept dahinter lautet, dass die Verschiedenheit der Mitgliedsstaaten nicht Hemmschuh, sondern eine Bereicherung für das Europäische Integrationsprojekt ist, deren Mitglieder sich trotz ihrer Unterschiede zu gemeinsamen Zielsetzungen verpflichtet haben.

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