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STATION 8: Aufenthalts- und Arbeitsrecht

Wenn man in Österreich als ausländische/r StaatsbürgerIn leben und arbeiten möchte, gelten bestimmte rechtliche Vorschriften. Diese sind jedoch nicht für alle Zuwanderer und Zuwanderinnen gleich: Abhängig von ihrem Herkunftsland sowie dem Zweck und der Dauer ihres Aufenthaltes müssen sie unterschiedliche Punkte beachten. Einen rechtlichen Rahmen hierfür bildet das Ausländerbeschäftigungsgesetz.

Darf ich überall leben, wo ich möchte? Darf ich überall arbeiten, wo ich möchte?

In vielen Berufen haben sich die Lebens- und Karriereverläufe in den letzten Jahrzehnten stark internationalisiert: Ob UniversitätsprofessorInnen, IngenieurInnen, InstallateurInnen oder  IT-ExpertInnen – für sie alle gehört es zur Normalität, nicht ihr Leben lang in einem Land zu arbeiten. Personen, die bei internationalen Organisationen arbeiten – wie in Wien etwa der UNO – wechseln oft alle paar Jahre ihren Lebensmittelpunkt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am einfachsten ist es für BürgerInnen aus einem
Mitgliedsland
der Europäischen Union, nach Österreich
zu kommen und hier zu leben, denn innerhalb der EU gilt für jeden Unionsbürger und jede Unionsbürgerin die freie Wahl des Wohnortes und des Arbeitsplatzes.

 

Für Drittstaatsangehörige gelten andere Regeln: Für kürzere Aufenthalte bis max. 6 Monate, z.B. für Verwandtenbesuche oder Urlaub, reicht ein Visum. Soll der Aufenthalt in Österreich länger als 6 Monate dauern, muss die betreffende Person eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Dafür müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden, z.B. ein positiv absolvierter Deutschkurs, Krankenversicherung oder Nachweis einer Wohnung. In manchen Fällen kann Österreich eine Höchtzahl (Quote) für ZuwanderInnen festlegen (z.B. Saisonnier).

 

Verschiedene Arbeits- und Niederlassungsbewilligungen

 

EWR/Schweiz
Anmeldung bei der zuständigen Behörde (z.B. Magistrat) innerhalb der
ersten drei Monate nach Zuzug ("Anmeldebescheinigung"), kein
Aufenthaltstitel notwendig




Drittstaaten

Für Drittstaatsangehörige gibt es verschiedene Aufenthaltstitel oder Beschäftigungsbewilligungen.

 

Familien-
zusammenführung

 

Hochqualifizierte/
Fach- und Schlüsselkräfte

 

 

 

Saisonnier

 

 

StudentIn


© Fotolia


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© Fotolia


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Nahe Angehörige von Schlüsselkräften oder von Personen, die bereits länger in Österreich niedergelassen sind

 

Erfüllung bestimmter Kriterien, z.B. Hochschulabschluss, besondere Ausbildung, Berufserfahrung, Sprache

 

Beschäftigungsbe-
willigung durch Arbeitsmarktservice (AMS) und Aufenthaltserlaubnis

 

Inskripiton als StudentIn an einer Hochschule


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Aufenthaltstitel Familienangehörige/r - zunächst beschränkt, erst nach fünf Jahren unbefristeter Aufenthaltstitel

 

Rot-Weiß-Rot-Karte - Verlängerung zur unbefristeten Niederlassungsbe-
willigung ist möglich

 

Einreisedokument: Visum
max. 6 Monate
quotenpflichtig

 

Aufenthaltsbe-
willigung - Studierende

ZuwanderInnen aus Drittstaaten wird  zunächst ein zeitlich begrenzter Aufenthaltstitel verliehen, der verlängert werden kann. Dafür müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden, wie z.B. Nachweis einer Wohnung, Krankenversicherung, gesicherter Lebensunterhalt. gegen in vielen Fällen quotenpflichtig. Zunächst wird nur ein zeitlich begrenzter Aufenthaltstitel verliehen.

Worüber Österreich diskutiert:
Informiere dich darüber, welche Möglichkeiten du im Rahmen deiner Ausbildung für einen Auslandsaufenthalt hast!


Literatur und Quellen:
www.help.gv.at
Migration und Integration. Zahlen, Daten, Indikatoren 2015. Erstellt von Statistik Austria, Wien 2015.

© Demokratiezentrum Wien

Hast du gewusst...


... dass nicht nur Saisonniers als ArbeiterInnen nach Österreich kommen, sondern auch ÖsterreicherInnen als SaisonarbeiterInnen im Ausland arbeiten? Das kann in ganz unterschiedlichen Berufen sein; der Wiener Andreas Suorics arbeitet beispielsweise im Winter als Jockey in Hongkong.

http:// iiss210.joanneum.at /

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