Interkulturelle Spurensuche. SchülerInnen forschen Migrationsgeschichte(n)

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Das Projekt beschäftigt sich mit den Geschichtsbildern von Jugendlichen in kulturell heterogenen Klassengemeinschaften. Besonderes Augenmerk wird im Rahmen des Forschungsprojekts auf die Bedeutung der in den Familien der SchülerInnen tradierten Geschichtsbilder und Migrationsgeschichte(n) für die Jugendlichen gelegt. Dabei sollen nicht die "Jugendlichen mit Migrationshintergrund" den "österreichischen Jugendlichen" gegenübergestellt werden, sondern die vielfältigen Lebensrealitäten der SchülerInnen und deren unterschiedliche kulturelle und soziale Hintergründe erfasst werden.
Im Zentrum des Forschungsvorhabens stehen folgende Zielsetzungen:
● Erforschung der Konstruktion, Tradierung und Bedeutung von Geschichtsbildern von SchülerInnen in kulturell heterogenen Klassen
Das Forschungsprojekt versteht sich als Grundlagenforschung zu den Geschichtsbildern von Jugendlichen und ihren Umgang mit möglichen Differenzen und Widersprüchlichkeiten unter Bedingung der Heterogenisierung der Klassengemeinschaften. Ein profundes Wissen ist notwendig, um Maßnahmen für die Bildungsarbeit entwickeln zu können, die an die Lebensrealitäten der Jugendlichen anknüpfen.
● Sichtbar machen von Migrationsgeschichte(n)
Ein Ziel des Projekts ist es, Migrationsgeschichte und die individuellen (Familien-)Geschichten der Jugendlichen mit Migrationshintergrund sichtbar zu machen und dazu beizutragen, dass diese in die kollektiven Erinnerungsräume aufgenommen werden. Dies geschieht im Klassenraum und im weiteren Verlauf des Projekts durch eine gezielte Kommunikation und Visualisierung der Forschungsergebnisse sowie durch die Vernetzung der Wissenschaft mit den Schulen (Wanderausstellung, Medienkooperationen, Integration der Forschungsergebnisse in Universitäts-Lehrveranstaltungen).
● Entwicklung von Maßnahmen für einen inklusiveren Unterricht
Die Forschungspartnerschaft von WissenschafterInnen, SchülerInnen und LehrerInnen bietet beste Voraussetzungen dafür, um aufbauend auf den Ergebnissen gemeinsam konkrete Strategien für die Bildungsarbeit zu erarbeiten. Durch die Auseinandersetzung mit Migrationsgeschichten wird ein Thema, dass alle SchülerInnen betrifft, in den Unterricht aufgenommen bzw. wird dieser auch für die Jugendlichen mit Migrationshintergrund biographisch anschlussfähig gemacht.
● Neue Formen der Wissensvermittlung
Neben der Forschungsarbeit ist die Vermittlung von sozialwissenschaftlichen Methoden und Wissen ein besonderes Anliegen des Projekts. Durch einen reflexiv-aktivierenden Ansatz schlüpfen die SchülerInnen selbst in die Rolle der ForscherInnen und präsentieren Forschungsergebnisse in einer Ausstellung und einer Lehrveranstaltung.
Das Projektteam
Projektträger: Demokratiezentrum Wien
Projektleiterin: Mag.a Getraud Diendorfer
Partnerschulen: BG und BRG Gmünd (Mag. Helmut Kahler, Mag. Hermann), HTBLA Wien 10 (Mag.a Irene Ecker), Schulzentrum Ungargasse (HTBLA Wien 3) (Dr. Gerhard Tanzer, Mag. Herbert Pichler)
ProjektmitarbeiterInnen: Mag.a. Petra Dorfstätter, Dr.in Christiane Hintermann, Mag.a. Alena Pfoser



