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Migration

Migrationsgeschichte und Einwanderungspolitik in Österreich und im europäischen Kontext

Zielgruppe: Sekundarstufe I (AHS und Hauptschule) 4. Klasse

Lehrplanbezug:
Das Unterrichtsmodul knüpft an den Lehrplan Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung für die Sekundarstufe I (AHS und Hauptschule), 4. Klasse, in folgenden Punkten an:
  • Globalisierung als kultureller, wirtschaftlicher, politischer Wandel (Migration, ...)
  • Medien und deren Auswirkung auf das Politische; Manifestationen des Politischen (mediale Berichterstattung, politische Inszenierung, Wahlwerbung)

Lernziele:
SchülerInnen soll in diesem Lernmodul Wissen über historische, soziale und politische Aspekte von Migration und damit differenzierte Kenntnis über ein oftmals einseitig diskutiertes Thema vermittelt werden – und darüber hinaus auch das nötige Wissen über die Funktionsweise von Medien, um medial präsentierte Inhalte aus dem weiten Themenkomplex Migration hinterfragen zu können und nicht unreflektiert einer medial konstruierten Wirklichkeit aufzusitzen. Entsprechend dem Lehrplan soll in dem Lernmodul die multiperspektivische Betrachtungsweise als Bestandteil eines kritischen historischen und politischen Bewusstseins geschult werden. Damit soll auch zur Versachlichung dieses emotionalisierten Themas beigetragen werden. In weiterer Folge ist es ein am neuen Kompetenzmodell für die Politische Bildung orientiertes Ziel, die SchülerInnen in die Lage zu versetzen, sich – auf Basis unterschiedlicher Informationsquellen und individueller Erfahrungen – ein eigenes, begründetes möglichst sach- und wertorientiertes Urteil zu dem Themenfeld Migration zu bilden und ihre Meinung auch argumentieren zu können.

Annäherung an das Thema:
In dem Lernmodul Migration wird ein emotional aufgeladenes, kontrovers diskutiertes und an der Lebenswelt der SchülerInnen ansetzendes Problemfeld, das auch innerhalb von Klassenstrukturen bzw. innerschulisch zu Konflikten führen kann, aufgegriffen. Es kann davon ausgegangen werden, dass nahezu alle SchülerInnen Meinungen zum Thema Migration bzw. zu MigrantInnen haben. Darüber hinaus ist anzunehmen, dass die Vorstellungen der SchülerInnen aus verschiedenen Informationspools gespeist werden, wie z.B. aus persönlichen Migrationserfahrungen, durch direkte Kontakte/Erfahrungen mit Personen mit Migrationshintergrund, durch Diskussionen in der Familie und im Freundeskreis, durch politische Debatten und durch die Medien. Dabei kommt es jedoch mitunter zu verkürzten bzw. vereinfachten Ansichten, was besonders bei einem hoch emotionalisierten Thema wie Migration problematisch ist.

Unterrichtsablauf:
In den Unterrichtssequenzen wird angestrebt, den SchülerInnen einen Überblick über das facettenreiche Thema Migration zu vermitteln – mittels eines Längsschnitts zum Thema Arbeitsmigration nach Österreich und eines Querschnitts über aktuell diskutierte Aspekte im Kontext von Migration. Die Unterrichtssequenzen bauen nicht aufeinander auf. Es wird jedoch empfohlen, die einleitende Unterrichtssequenz 1 auf jeden Fall durchzunehmen, um eine gemeinsame Ausgangslage zu schaffen. Die Unterrichtssequenzen aus dem Bereich "Erarbeitung" widmen sich thematischen Schwerpunkten, die je nach Interesse der SchülerInnen und des Lehrers/der Lehrerin ausgewählt werden können. Die abschließende Unterrichtssequenz sollte aus didaktischen Gründen (Wiederholung und Reflexion des Gehörten) zeitlich unbedingt eingeplant werden.
In der einleitenden Unterrichtssequenz wird den Fragen nachgegangen, was Migration eigentlich ist und welche Ursachen Migration haben kann. Es wird eine gemeinsame Wissensbasis geschaffen, die Grundlage für die weitere vertiefende Beschäftigung mit einzelnen thematischen Aspekten von Migration darstellt.
IIn der Unterrichtssequenz 2 wird in einem nächsten Schritt das Thema Arbeitsmigration nach Österreich exemplarisch erarbeitet. Die SchülerInnen vertiefen dabei ihr Wissen über österreichische Anwerbestellen in den Herkunftsländern der Gastarbeiter, über Maßnahmen zur Integration der Gastarbeiter sowie über politische Positionen zum Thema Gastarbeiter.
IIn der Unterrichtssequenz 3 werden die Themen Integration und Vorurteile behandelt. Hier wird vorerst die Aufmerksamkeit der SchülerInnen darauf gelenkt, dass die mediale Präsentation die Vorstellungen der Menschen von bzw. das Wissen über Migration bzw. MigrantInnen beeinflusst. In einem zweiten Schritt wird durch die Analyse von AV-Medien erarbeitet, mit welchen stereotypen Vorstellungen Menschen mit Migrationshintergrund konfrontiert werden können.

Erforderliche technische Hilfsmittel:
Für die Durchführung der Unterrichtssequenzen wäre es ideal, wenn jede/r SchülerIn bzw. je 2–3 SchülerInnen gemeinsam einen Computer mit Internetzugang zur Verfügung haben. Ist dies nicht möglich, so können die in den ersten Unterrichtssequenzen im Internet zu recherchierenden Dokumente auch ausgedruckt zur Verfügung gestellt werden. Für die Beschäftigung mit den Filmen reicht es auch, wenn diese mittels Beamer vorgeführt werden. Die arbeitsteilige Vorgangsweise wird dann jedoch etwas schwieriger umzusetzen sein.

Unterrichtssequenzen:

Einführung:
Was ist Migration? Und: Warum wandern die Menschen?
Erarbeitung:
GastarbeiterInnen in Österreich – eine Chronologie
Vorurteile – Integration
Schluss:
Aussagen zu Migration – richtig, falsch oder beides?
Demokratie-Initiative
Demokratie-Initiative der Bundesregierung
bm:ukk
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur


Zum Umgang mit audiovisuellen Materialien im Unterricht


Methoden und Arbeitstechniken in der Politischen Bildung
Methoden
Kompetenzorientierte Politische Bildung

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