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Schärf, Adolf

Adolf Schärf wurde am 20. April 1890 in Nikolsburg (Mikulov, Tschechische Republik) in eine Arbeiterfamilie geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in Wien, musste aber unmittelbar nach der Promotion einrücken und nahm als K-und-K-Offizier am Ersten Weltkrieg teil. 1918 wurde er Sekretär der sozialdemokratischen Parlamentspräsidenten Seitz, Eldersch und Renner. 1933 und 1934 Mitglied des Bundesrats. Im Zuge des Bürgerkriegs 1934 wurde er verhaftet, nach seiner Enthaftung gründete er eine Anwaltskanzlei in Wien; weitere Verhaftungen folgten 1938 und 1944. Im Jahr 1945 war Schärf maßgeblich an der Neugründung der SPÖ beteiligt und übernahm bis 1957 die Leitung der Partei, deren Positionierung er gemeinsam mit Staatskanzler/Bundespräsident Karl Renner und Innenminister Oskar Helmer stark prägte. Schärf zählte ebenso wie Renner und Helmer zum pragmatischen Flügel der Partei, der "linke", austromarxistische Positionen ablehnte. Als Vizekanzler gehörte Schärf der Regierung von 1945 bis 1957 an; gleichfalls war er von 1945 bis 1957 Abgeordneter zum Nationalrat; das Amt des Bundespräsidenten übte Adolf Schärf von 1957 bis zu seinem Tod am 8.2.1957 aus. Adolf Schärf war ein Befürworter der Zusammenarbeit und war Vizekanzler auch maßgeblich an den Staatsvertragsverhandlungen 1955 beteiligt.

(Quellen: http://www.wienerzeitung.at/linkmap/personen/renner.htm, 24.7.2008, http://www.aeiou.at, 24.7.2008, http://www.parlinkom.gv.at, 24.7.2008; Herbert Dachs u.a. (Hg.), Die Politiker. Karrieren und Wirken bedeutender Repräsentanten der Zweiten Republik, Wien 1995.)

http:// www.demokratiezentrum.org /bcc9255aca4867deed7179932cbeaef1/de/startseite/wissen/lexikon/schaerf_adolf.html

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