Veranstaltungshinweise
20./21. November 2008Framing the Muslim headscarf: Policy debates and regulations in Europe
Ort: Ministry of Science and Research, Freyung 3, 2nd Floor, 1010 Vienna
Programm: www.univie.ac./politikwissenschaft
Kontakt: veil.politicalscience@univie.ac.at
This internal conference presents research results of the 6 FP project Values, Equality and Differences in Liberal Democracies: Debates about Muslim Headscarves in Europe (VEIL). Papers are given by the VEIL consortium and invited keynote speakers. International well-known scientists comment on the project findings and add further perspectives on the issue of veiling.
Keynote speakers: Christian JOPPKE (American University of Paris), Joan SCOTT (School of Social Science at the Institute for Advanced Study, Princeton).
Discussants: Schirin AMIR-MOAZAMI (Europa-University Viadrina, Frankfurt/Oder), Agnès HUBERT (Bureau of European Policy Advisors, Brussels), Kristen GHODSEE (Bowdoin College, Brunswick), Eleonore KOFMAN (Middlesex University, London), Anne PHILLIPS (London School of Economics).
21./22. November 2008
Geschlecht und Erinnerung. Weiblichkeitsbilder in der Erinnerung an das Dritte Reich
Ort: Aula am Uni-Campus, Altes AKH
Link/Programm: www.gedenkdienst.at
Veranstaltet vom Verein Gedenkdienst und der ÖH/Uni Wien
In einem ersten Teil der Tagung – Geschlechterstereotype im kollektiven Gedächtnis zum Nationalsozialismus – soll ein Blick darauf geworfen werden, welche Frauenbilder im Gedenken an den Holocaust und in der Erinnerung an das NS-Regime heute etabliert sind. Dabei sollen jene Unschärfen in der kollektiven Erinnerung ausgeleuchtet werden, die sich in den Diskursen über die Geschlechter seit 1945 manifestiert haben. Der zweite Teil – Frauenbilder in der "Volksgemeinschaft" – widmet sich Geschlechterkonstruktionen und Geschlechterrollen in der nationalsozialistischen Ideologie. Handlungsräume, die Frauen im NS-Regime zugewiesen waren, sollen aus unterschiedlichen Perspektiven untersucht werden, um ein möglichst umfassendes Bild zu vermitteln. In einer dritten Einheit – Kontinuitäten und Brüche in den Frauenbildern nach 1945 – soll auf Konzepte von Weiblichkeit direkt im Anschluss an den Krieg eingegangen und untersucht werden, welche Kontinuitäten und Brüche im Verhältnis zu den Vorstellungen der nationalsozialistischen Zeit ausgemacht werden können. Haben die festgelegten Geschlechterkonzepte des NS-Regimes das Ende des Regimes überdauert? Inwiefern können Veränderungen festgestellt werden? Haben sich diese Veränderungen, wenn vorhanden, auf die Deutung historischer Ereignisse in den ersten Jahren nach 1945 und auf die Verankerung von Geschlechterstereotypen im kollektiven Gedächtnis ausgewirkt?
Ziel der Tagung ist es, einen Ausblick auf die aktuelle Forschung zu geben und Perspektiven für eine Erinnerungskultur aufzuzeigen, welche das Verständnis von den Geschlechterkonzepten des Nationalsozialismus entsprechend den Ergebnissen der Forschung neu bewerten.
27. November 2008
Buchpräsentation und Diskussion:
"90 Jahre Republik Österreich - Bilanz und Bewertung eines Gedenkjahres"
Ort: Buchhandlung Kuppitsch, Schottengasse 4, 1010 Wien
Zeit: 20.00 Uhr
Verena MORITZ und Hannes LEIDINGER präsentieren ihre Neuerscheinung "Die Republik Österreich 1918/2008, Überblick - Zwischenbilanz - Neubewertung" (Deuticke 2008)
Anschließend diskutieren sie über die "Bilanz" des Gedenkjahres 2008, die Grundzüge und längerfristigen Entwicklungen in der österreichischen Geschichte des 20. Jahrhunderts sowie über das Bildgedächtnis und die audiovisuelle Konstruktion der österreichischen identität mit:
- Univ.-Prof. Dr. Gerhard JAGSCHITZ, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
- Dr. Herbert LACKNER, Chefredaktion profil
- Dr. Heidemarie UHL, Österreichische Akademie der Wissenschaften
- Günter KAINDLSTORFER (Moderation)
27. November 2008
"Routes to Mauthausen". Round Table - Humanity and the Experience of Violence and Genocide
Ort: Erwin Schrödinger International Institute for Mathematical Physics Boltzmann Lecture Hall, 1090 Vienna, Boltzmanngasse 9
Zeit: 18.00 Uhr
Kontakt: Mag. Regina Fritz, Ludwig Boltzmann-Institut für Historische Sozialwissenschaft, Cluster Geschichte c/o Institut für Zeitgeschichte, A-1090 Wien, Spitalgasse 2-4, 1. Hof, Tel.: +43-1-4277-41205 (oder: -41219), msrp@univie.ac.at
On the occasion of the 60th anniversary of the U.N. Genocide Convention and the 10th anniversary of the Task Force for International Cooperation on Holocaust Education, Remembrance and Research.
Introduction:
Prof. Dr. Gerhard BOTZ (Ludwig Boltzmann Institute for Historical Social Science, University of Vienna)
Keynote Speakers:
Prof. Dr. Bernt HAGTVET (University of Oslo): Preventing Mass Murder in the 21st Century: Lessons from the Past
Prof. emer. Dr. Mercedes VILANOVA (University of Barcelona): Is a Change of Paradigms Possible in Democracies today? Four Conjectures
Participants of the panel discussion:
Prof. Dr. Selma LEYSDORFF (University of Amsterdam)
Prof. Dr. Irina SHERBAKOVA (Memorial Moscow)
Prof. Dr. Hannes TRETTER (Ludwig Boltzmann Institute of Human Rights, Vienna)
Moderator:
Dr. Gerfied SPERL (Der Standard, Vienna)
27./28. November 2008
10 Jahre Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
Ort: Bundesministerium für Justiz, Großer (27.11.) und Kleiner Festsaal (28.11.)
Zeit: 16.00-18.00 Uhr (27.11.) und 10.30 Uhr-18.00 Uhr (28.11.)
Link/Programm: www.doew.at
Podiumsdiskussion und internationale Fachtagung anlässlich des 10jährigen Bestehens der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
27. November 2008, 18. 00 Uhr: Podiumsdiskussion Wozu heute noch justizielle Verfolgung von NS-Tätern?
Begrüßung: BM Dr. Maria BERGER
TeilnehmerInnen: Dr. Oliver SCHEIBER (BMJ), Dr. Marion WISINGER (Historikerin und Politologin), Prof. Dr. Peter STEINBACH (Universität Mannheim, Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin), Prof. Dr. Henry FRIEDLANDER (Brooklyn College of the City University of New York i. R.), Dr. Efraim ZUROFF (Simon Wiesenthal Center Jerusalem), Hermann Frank MEYER (Mitbegründer von Amnesty International)
Diskussionsleitung: Richter Mag. Friedrich FORSTHUBER (OLG Wien)
28. November 2008: Internationale Fachtagung Nachkriegsprozesse als Bestandteil von Transitional Justice und Impulsgeber für die NS-Forschung
10.30 Uhr: Begrüßung - Prof. Dr. Martin F. POLASCHEK (Präsident der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz)
10.45-13.00 Uhr: Panel 1 - Der Gerichtsakt als Quelle
Vortragende: Dr. Dick de MILDT (Ex Post Facto Productions; Mitherausgeber der Reihe Justiz und NS-Verbrechen), Oberstaatsanwalt Willy DRESSEN (ehem. Leiter der Zentralen Stelle Ludwigsburg), Prof. Dr. Witold KULESZA (Universität Lodz, ehem. Leiter der Hauptkommission zur Verfolgung von Verbrechen am polnischen Volk, Warschau), Hon.-Prof. Hofrat Dr. Lorenz MIKOLETZKY (Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs), Prof. Dr. Wolfram PYTA (Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart), Dr. Joachim RIEDEL (Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen Ludwigsburg), Prof. Dr. Wolfgang SCHEFFLER (Berlin)
Vorsitz: Dr. Winfried R. GARSCHA (Zentrale Forschungsstelle Nachkriegsjustiz)
13.00 - 14.00: Mittagspause
Empfang des BMJ mit Ansprache von Bundesministerin Dr. Maria Berger
14.00 - 16.00 Uhr: Panel 2 "Vergangenheitsbewältigung" durch Strafverfahren - ein Auslaufmodell oder wesentlicher Bestandteil des Transitional Justice-Prozesses?
TeilnehmerInnen: Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas ALBRlCH (Institut für Zeitgeschichte Universität Innsbruck), Prof. Dr. Klaus MARXEN (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Dr. Martin F. POLASCHEK (Institut für Österreichische Rechtsgeschichte und Europäische Rechtsentwicklung der Karl-Franzens-Universität Graz, Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz), Prof. Dr. C. F. RÜTER (Amsterdam, Herausgeber von Justiz und NS-Verbrechen) angefragt
Vorsitz: Dr. Claudia KURETSIDIS-HAIDER (Zentrale Forschungsstelle Nachkriegsjustiz)
16.00 - 16.30 Kaffeepause
16.30 - 18 Uhr: Panel 3 Auswirkungen und Einflüsse der Prozesse wegen NS-Gewaltverbrechen auf heutige Prozesse wegen Humanitätsverbrechen
TeilnehmerInnen: Dr. Wolfgang FORM (Forschungs- und Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse, Marburg/Lahn), Prof. Dr. Reinhard MERKEL (Fakultät für Rechtswissenschaft, Universität Hamburg), Dr. Roland MIKLAU (Leiter der EU-Mission EURALIUS in Tirana)
Vorsitz: Univ.-Prof. Dr. Otto TRIFFTERER (Universität Salzburg, Institut für Strafrecht und Strafverfahrensrecht; Verfasser des Kommentars zum Rom-Statut für den Internationalen Strafgerichtshof)
18.00 Uhr: Schlussworte und Ende der Fachtagung
2. Dezember 2008
Mode und Wahrheit. Zum Wandel der Geschichtswissenschaft in den letzten fünf Jahrzehnten
Ort: Institut für die Wissenschaft vom Menschen, Spittelauer Lände 3, 1090 Wien, Bibliothek
Zeit: 18.00-19.30 Uhr
Link: www.iwm.at
Vortrag von Jürgen KOCKA in Kooperation mit der Deutschen Botschaft Wien
Die Geschichtswissenschaft ist ein sehr wandlungsfähiges Fach. Jürgen Kocka erläutert die wichtigsten Trends der letzten 50 Jahre. Wie kamen sie zustande? Was haben sie erbracht? Mode und Wahrheit stehen nicht notwendig im Gegensatz zueinander.

