Medien und die Macht der Kriegs- und Terror-News
Internationales Symposion anläßlich des ersten Jahrestages der Anschläge auf das World Trade Center in New York im Rahmen der Initiative Dialog.Diskussion.Demokratie.Veranstalter: Demokratiezentrum Wien, Wissenschaftsredaktion der ORF-Radios (http://science.orf.at) und DER STANDARD
in Zusammenarbeit mit dem Verein für Geschichte und Gesellschaft
Termin: 9. September 2002, Beginn 14.00 Uhr
Ort: Radiokulturhaus, Großer Sendesaal, Argentinierstraße 30a, 1040 Wien
Nichts würde mehr so sein, wie es war, lautete nach dem 11. September 2001 der meistgehörte Kommentar in allen Medien. Der Anschlag auf das World Trade Center in New York war eine neue Form des Terrorismus, der das Selbstverständnis der westlichen Welt erschütterte. Der Einsturz der Twin Towers war aber auch ein Medienereignis mit neuen Dimensionen. Unzählige Fernsehzuschauer erlebten die Live-Inszenierung des unglaublichen Schreckens, der auf diese Medienwirkung hin kalkuliert erschien. Bilder, die nicht zu fassen waren, wurden von den Fernsehstationen in immer neuen Schleifen vorgeführt.
Medien vermitteln Terror und Gewalt in bewegenden Bildern und Berichten. Sie bestimmen das gesellschaftliche Meinungsklima und beeinflussen damit auch politische Entscheidungen in Kriegen und Konflikten.
Welche Auswirkungen hatte der Anschlag auf das World Trade Center auf die Medien selbst? Was hat sich seit dem 11. September in der gesellschaftlichen Wahrnehmung geändert? Bilden Medien die Realität des Krieges nur ab, oder schaffen sie eigene Konstrukte? Wie groß ist die Macht der Bilder?
Internationale Kommunikations- und PolitikwissenschaftlerInnen, MedientheoretikerInnen und JournalistInnen aus dem Fernsehen, Nachrichtenagenturen und Printmedien setzten sich in diesem Symposion mit der Frage auseinander, welche langfristigen gesellschaftlichen und politischen Folgen die Berichterstattung über Terror, Gewalt und Kriege hat.
Im Rahmen des Programms fanden drei Panels und ein Vortrag statt.
Berichterstattung über die Tagung auf http://science.orf.at

