Veranstaltungshinweise
19. Mai 2008Buchpräsentation: "Der österreichische Widerstand 1938-1945"
von Wolfgang Neugebauer
Zeit: 17.30 Uhr
Ort: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Wipplingerstraße 6-8, 1010 Wien, Ausstellung, Eingang Hof
Link: http://www.doew.at/aktuell/doew_wn.html
mit:
Heribert Steinbauer, Verleger
Univ. Doz. Mag. Dr. Brigitte Bailer, wissenschaftliche Leiterin des DÖW
Hon. Prof. Dr. Wolfgang Neugebauer
Veranstaltet von Edition Steinbauer und Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
26.-28. Mai 2008
Prager Frühling 1968 - 40 Jahre danach
Orte: Forschungszentrum für historische Minderheiten, Kohlgasse 27–29, Aula am Universitätscampus Wien, Altes AKH, Spitalgasse 2, Hof 1, Wien 9, Botschaft der Tschechischen Republik in Wien, Penzinger Straße 11–13, Wien 14
Zeit: 26.5.2008: Beginn 18.00 Uhr, 27.5.2008: Beginn 10.00 Uhr, 28.5.2008: Beginn: 19.30 Uhr
Link/Programm: http://www.fzhm.at
Information/Anmeldung: office@fzhm.at
Tagung / Ausstellung/Filmreihe
Veranstalter: Forschungszentrum für Historische Minderheiten u.a.
Der als Prager Frühling bezeichnete Reformprozess in der Tschechoslowakei des Jahres 1968 gehörte zweifellos zu den bedeutendsten Versuchen, ein "volksdemokratisches" System auf friedlichem Weg zu transformieren. Die Reformbewegung entwickelte sich in einer besonderen Form der Interaktion zwischen der gesellschaftlichen Basis im Sinne einer "zivilen
Gesellschaft" und den leitenden Instanzen, die die verkrusteten Strukturen innerhalb der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei aufbrechen wollten. Der breite Bevölkerungsschichten erfassende Demokratisierungsprozess wurde wesentlich von den – erstmals seit 1948 unzensuriert berichtenden – Medien mitgetragen.
Mit der Okkupation der Tschechoslowakei am 21. August 1968 durch die Armeen von fünf Warschauer Pakt-Staaten wurde der Prager Frühling gewaltsam beendet. Auf die lediglich von einer politisch isolierten prosowjetischen Gruppe unterstützte Invasion reagierte der überwiegende Teil der Bevölkerung mit Protesten und passivem Widerstand. Im Rahmen der darauf folgenden "Normalisierungspolitik" wurden Anhänger des Prager Frühlings mit Berufsverboten bestraft, aktive Regimekritiker zu langjährigen
Haftstrafen verurteilt. Nach der Okkupation wurde Österreich eines der wichtigsten Erstzielländer für zehntausende tschechoslowakische Flüchtlinge, wobei der Hauptstadt Wien eine zentrale Rolle zukam.
Die begleitende Ausstellung visualisiert nicht nur die Ereignisse rund um den Prager Frühling, sie spannt einen Bogen von der Befreiung der Tschechoslowakei von der NS-Herrschaft – nicht zuletzt – durch sowjetische Truppen bis hin zur Samtenen Revolution im Jahre 1989, bei der die Protagonisten des Prager Frühlings erneut auf der politischen Bühne erschienen. Ausgangspunkt der Erzählung ist der erste sowjetische Panzer, der Prag 1945 erreichte, ihm wurde ein Denkmal gesetzt. Die Okkupation ließ den Panzer zum Sinnbild für Gewalt und Unterdrückung werden. Nach der Wende in einer Kunstaktion rosa gestrichen und ins Armeemuseum überstellt, wurde er umgedeutet: als "Symbol" der Samtenen Revolution.
Programm:
26.5.2008, 18.00 Uhr, Forschungszentrum für historische Minderheiten, Kohlgasse 27–29, Wien 5: Eröffung/Festansprachen
27.5.2008, 10.00 Uhr (ganztägig), Aula am Universitätscampus Wien, Altes AKH, Spitalgasse 2, Hof 1, Wien 9: Tagung
28.5.2008, 19.30 Uhr, (Botschaft der Tschechischen Republik in Wien, Penzinger Straße 11–13, Wien 14: Filmreihe
28.-31. Mai 2008
7. Österreichischer Zeitgeschichtetag
Programm/Anmeldung/Information/Kontakt: http://www.uibk.ac.at/zeitgeschichte/zeitgeschichtetag
Der mit 47 Panels gepante Zeitgeschichtetag - bis datodas umfangreichtse Programm, das ein Zeitgeschichtetag je hatte - ist dem Schweropunktthema 1968 gewidmet, sowohl was die internatiale als auch die österreichische Entwicklung betrifft. Daneben dient der Zeitgeschichtetag auch dieses Jahr zur "Leitungsschau" und Standortbestimmung der österreichischen Zeitgeschichte.
29./30. Mai 2008
Kopftuch/Politik
Das Muslimische Kopftuch gilt in europäischen Einwanderungsgesellschaften als sichtbares Symbol religiöser und kultureller Differenz. Im Zuge internationaler Ereignisse aber auch nationaler Mobilisierungsstrategien wird es mit politischen Bedeutungen und Zuschreibungen aufgeladen und zum Gegenstand von Konflikten. Die Veranstaltung Kopftuch/Politik macht Regulierungen und Debatten zum Kopftuch in Österreich und Europa zum Thema wissenschaftlicher Auseinandersetzung, und stellt die Problematik Kopftuch in der Arbeitswelt aus einer Perspektive der Anti-Diskriminierung zur Diskussion.
Konferenz mit Beiträgen von
Ilker Ataç, Sabine Berghahn, Nora Gresch, Leila Hadj-Abdou, Helma Lutz, Sieglinde Rosenberger, Petra Rostock, Birgit Sauer zu Regulierung und Debatten um das muslimische Kopftuch in Österreich und Europa
Roundtable mit ExpertInnen aus der Praxis zum Muslimischen Kopftuch in der Arbeitswelt
Programm und nähere Informationen: www.veil-project.eu
11. Juni 2008
Justiz für NS-KriegsverbrecherInnen
Ort: Breite Gasse 3, 1070 Wien
Zeit: 18.30 Uhr
Link: http://www.depot.or.at
2007 setzte das Justizministerium Prämien für Hinweise auf den Verbleib mehrerer NS-TäterInnen aus. Sofern sie noch leben, sind diese heute jenseits der 90 Jahre alt. Wie erklärt sich dieser späte Wandel im Verhalten der österreichischen Justiz? Welche Strategien der Auseinandersetzung verfolgt sie? Welche Schlüsse kann die österreichische Gesellschaft aus der Befassung mit ihrer Täterrolle ziehen?
Podiumsgespräch mit:
Oliver SCHEIBER, Justizministerium, Ministersekretär für Strafrecht, Menschenrechte und Fortbildung
Winfried GARSCHA, Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz/Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands
Moderation: Florian WENNINGER, Verein Gedenkdienst
In Kooperation mit Gedenkdienst
14./15. Juni 2008
"Kraft und Wirksamkeit der Zivilgesellschaft"
4. Konferenz Zivilgesellschaft für Organisationen, Initiativen und engagierte BürgerInnen
Ort: BOKU, Grogor Mendel-Straße 33, 1180 Wien
Zeit: 14. Juni: 9.00-22.00 Uhr, 15. Juni: 9.30-15.00 Uhr
Link: www.initiative-zivilgesellschaft.at
Ein wesentliches Merkmal von Zivilgesellschaft ist ihre Vielfalt: Vielfalt an Organisationen und Projekten, Vielfalt an Zielen und Wegen. Zivilgesellschaft engagiert sich im "Kleinen"; überall dort, wo Not herrscht, finden sich helfende Hände! Zivilgesellschaft nimmt aber auch das Ganze in den Blick und diskutiert Konzepte und Ideen des Wandels.
In dem ersten Bereich können viele Erfolge vorgewiesen werden. Ohne das Engagement der zahlreichen Menschen, die hier tätig sind, wäre das Leid unendlich größer. Dort allerdings, wo es um die Perspektive des gesamtgesellschaftlichen Wandels geht, stehen sich - oft auch widersprüchlich - die verschiedensten alternativen Konzepte und Vorstellungen gegenüber. Es stellt sich hier die Frage, wie Zivilgesellschaft zu einem "Orchester" werden kann, in dem die einzelnen "Musiker" zu den großen Aufgaben des 21. Jahrhunderts zusammenfinden? Wie kommt Zivilgesellschaft als "Einheit in der Vielfalt" zu Kraft und Wirksamkeit?
Veranstaltet von: Initiative Zivilgesellschaft, Schußwallgasse 2/2/9, 1050 Wien, office@initiative-zivilgesellschaft.at
17. Juni 2008
Genderspezifisches Othering in Wort und Bild: Der EU-Beitritt der Türkei im Spiegel von Printmedien in Frankreich und Österreich
Ort: Hörsaal B am Universitätscampus der Universität Wien, Spitalgasse 2, 1090 Wien
Zeit: 18.00-20.00 Uhr
Veranstalter: Referat Genderforschung
Kontakt: Marlen Bidwell-Steiner, Studien- und Lehrwesen, Referat Genderforschung, Tel.: +43-1-4227 18451, Email: uni-fem@univie.ac.at
Ringvorlesung aus der Reihe Gendered Subjects. Vortrag von Karin BISCHOF
19./20. Juni 2008
Diversitätsworkshop
im Kontext wachsender gesellschaftlicher und organisationaler Herausforderungen
Ort/Kontakt/Link: Im Kontext, Institut für Organisationsberatung, Gesellschaftsforschung, Supervision und Coaching, A-1070 Wien, Lerchenfelderstraße 65/16, www.imkontext.at, Tel. +43.1.923 05 29 oder 06991 823 05 29.
Zeit: jeweils von 9.00 - 17.00 Uhr
Anmeldeschluss: 12. Juni 2008. Der Workshop wird ab einer TeilnehmerInnenzahl von 8 abgehalten.
Ziele und Inhalte: Diversität und Diversitätspolitiken werden zur immer größer werdenden Herausforderung für Gesellschaften und Organisationen, um den spürbaren Auswirkungen des sozialen und ökonomischen Wandels gerecht zu werden. Transkulturalität, Intersektionalität, neue Alters- und Generationenfragen, multiple Lebensentwürfe und - realitäten sind nur einige Aspekte dieser Veränderungen. In diesem Diversitätsworkshop werden unterschiedliche Konzepte des Diversity Managements und aktuelle antidiskriminatorische Konzepte vorgestellt. Durch selbstreflexive Ansätze und der Auseinandersetzung mit den Themen Gender, Herkunft, Alter, sex. Orientierung und Behinderung soll die Diversitäts- und Handlungskompetenz erweitert werden, um sie für die Anwendung und strukturelle Verankerung im jeweiligen Arbeitsfeld nutzbar zu machen.
Zielgruppe: Personen, die sich sowohl mit gesellschaftlichen, organisationalen und individuellen Ursachen von Ungleichheiten und Diskriminierungen auseinandersetzen und die in ihren Organisationen und Arbeitsfeldern konkrete Handlungsschritte setzen wollen, wie PersonalentwicklerInnen, OrganisationsentwicklerInnen, BeraterInnen, PädagogInnen, TrainerInnen, PolitikerInnen usw.
Methoden: Theoretische Inputs und angeleitete Selbstreflexionselemente sollen Einblick und Vertiefung fördern. Es wird einzeln, in Gruppen und im Plenum gearbeitet.
Kosten: € 360.-- inkl. USt., TeilnehmerInnen aus der gleichen Organisation erhalten 5% Ermäßigung. Workshopunterlagen und Pausensnacks sind im Preis inbegriffen, Förderungen über den Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfond (waff) oder über das AMS sind möglich.
13.-23. Juli 2008
Projekt Spurensuche – Back to the Roots
Das Projekt Spurensuche/Back to the Roots der Republik Österreich besteht seit 1994 und setzt sich zum Ziel, den Austausch zwischen israelischen und österreichischen Jugendlichen zu fördern. Im Mittelpunkt dieser Begegnung steht die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust, insbesondere im Hinblick auf die eigene Familienbiographie.
Die israelischen TeilnehmerInnen der "Spurensuche" kommen mit dem Anliegen nach Österreich, Spuren ihrer zur Zeit des Nationalsozialismus vertriebenen, vernichteten und geflüchteten Vorfahren zu finden und zu erforschen. Sie hoffen durch diese Begegnung junge ÖsterreicherInnen zu treffen, die Interesse an einer tiefergehenden thematischen und persönlichen Auseinandersetzung mitbringen und sich gemeinsam mit ihnen auf diese Suche begeben wollen.
2008 soll das Projekt erstmals als trinationale Begegnung realisiert werden und auch amerikanischen Jugendlichen offen stehen, deren Herkunftsfamilien ebenfalls aus Östereich flüchten mussten. Im Rahmen des Projekts werden 15 engagierte junge Menschen aus Österreich gesucht, die bereit sind, sich im Juli dieses Jahres für 10 Tage mit 15 israelischen und amerikanischen Jugendlichen auf eine gemeinsame Reise durch Österreichs Geschichte und Landschaft zu begeben und sich auf eine herausfordernde interkulturelle Begegnung einzulassen.
Programm:
- Kennenlernen und erste Zusammenarbeit in der Gruppe
- Besuch der KZ-Gedenkstätte Mauthausen
- Thematisierung der Familiengeschichten aller TeilnehmerInnen
- Recherche und Information in diversen Archiven
- 1,5 tägige selbständige Spurensuche in Kleingruppen (Aufsuchen von familienspezifischen Plätzen/ Personen in Österreich)
- Begegnung mit dem Judentum in Österreich
- Interkultureller Austausch
Erwartungen:
- Interesse an der thematischen Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus und dem
- Holocaust in Österreich
- Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit persönlichen Familiengeschichten
- Engagement im interkulturellen Austausch und bei der individuellen Spurensuche
- Verpflichtende Teilnahme am Vorbereitungsseminar in Wien
- Alter: 18 -25 Jahre
Wissenswertes:
- Das Projekt wird zu 100% durch das Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend finanziert. Für Dich fallen während des Vorbereitungsseminars und der gemeinsamen Reise keine Kosten im Bereich Verpflegung, Unterkunft und Transport innerhalb Östererichs an.
- Vorbereitungsseminar: Samstag 7. Juni 2008
- Projektzeitraum: Sonntag 13. Juli bis einschließlich Mittwoch 23. Juli 2008. Du verpflichtest Dich mit Deiner Anmeldung zur verlässlichen und engagierten Teilnahme.
Bewerbung:
- Die genauen Bewerbungsformalitäten sind unter www.jugendinfo.at abrufbar
- Bewerbungsfrist: 2. Mai 2008
- Benachrichtigung über die Auswahl der TeilnehmerInnen bis 8. Mai 2008
- Deine vollständige Bewerbung (per Post oder e-mail) schicke bis spätestens 2. Mai 2008 an:
Sandra KONRAD, BMGFJ, Franz Josefs-Kai 51, 1010 Wien
E-mail: sandra.konrad@bmgfj.gv.at
Tel: 01/ 71 100 /32 15
Fax: 01/535 03 22

