Genderbezüge zwischen Psyche und Soma
Vortrag von Brigitta Keintzel am 6. Dezember 2001Dem Faktor "Geschlecht" kommt in seiner biologischen und soziokulturellen Dimension bei der Auslegung des Verhältnisses zwischen Psyche und Soma eine integrale Bedeutung zu. Das zeigt sich etwa an der Entwicklung der Psychiatrie als eigenständiger wissenschaftlicher Disziplin. Der Vortrag thematisiert den historischen psychiatrischen Diskurs, seine Marginalisierung der Bedeutung der Psyche bei der Interpretation der Persönlichkeit und die damit verbundene Konstruktion eines komplementären – physiologisch-endogenen, biologisch determinierten – Geschlechtermodells. Bezüge zur Gegenwart werden abschließend zur Diskussion gestellt.
Brigitta Keintzel, Dr., Projektzentrum Frauen- und Geschlechterforschung/Universität Wien
Gender Studies: Denkachsen und Perspektiven der Geschlechterforschung. 7. Frauen-Ringvorlesung/Institut für Geschichte der Universität Salzburg (WS 2001/2002)

