Präsentation des Bildatlas EUropa
Zeit: 23. Mai 2006, 18 UhrOrt: EU-Kommission Vertretung in Österreich, Kärntner Ring 5-7, 1010 Wien
Veranstaltet vom BMBWK/Abteilung Gesellschaftswissenschaften, dem Demokratiezentrum Wien und der EU Kommission – Vertretung in Österreich
Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert der Bilder, in dem neue Techniken in der Herstellung und Verbreitung von Bildern in den Massenmedien zu einem Paradigmenwechsel, dem so genannten Iconic Turn, beigetragen haben. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die Bilderflut, die uns täglich im öffentlichen Raum in allen Formen der medialen Kommunikation umgibt, selbstverständlich.
Im Gegensatz zu dieser eminenten Bedeutung von Bildern in unserer heutigen Gesellschaft besteht aber ein Defizit an der Kompetenz, die kollektiven Bilder zu analysieren, kritisch zu reflektieren und nach den verborgenen Machtstrukturen zu fragen.
Diese zu beheben, ist der demokratiepolitische Ausgangspunkt des neuen Bildatlas EUropa, der sich mit visuellen Vorstellungen von Europa beschäftigt und folgenden Fragen nachgeht: Wie entstehen die visuellen Vorstellungen von Europa? In welchen Bildern wird die EU repräsentiert? Wie kommen die BürgerInnen Europas vor?
Der Bildatlas EUropa, der ausgewählte Fotografien und Abbildungen aus Bildarchiven, Printmedien, Schulbüchern und EU-Broschüren mit Bildern über Europa bzw. EU-Europa beinhaltet, ist im Rahmen des Projektes ICONCLASH – Kollektive Bilder und Democratic Governance in Europa, gefördert innerhalb des Forschungsprogrammes >node< new orientations on democracy in europe, entstanden.
Programm:
• Eröffnung der Veranstaltung durch den Leiter der Vertretung Karl Georg Doutlik
• Vorstellung des Forschungsprogrammes >node< new orientations on democracy in europe, in dessen Rahmen das Projekt ICONCLASH – Kollektive Bilder und Democratic Governance in Europa durchgeführt wurde: Dr. Ilse König / Mag. Martina Hartl, BMBWK
• Präsentation des Bildatlas EUropa: Gertraud Diendorfer, Oliver Rathkolb, Heidemarie Uhl
• Podiumsdiskussion zum Thema "Über Bilder EUropas kommunizieren" mit: Gertraud Diendorfer (Demokratiezentrum Wien), Brigitte Rambossek (ORF), Oliver Rathkolb (Ludwig Boltzmann Institut für Europäische Geschichte und Öffentlichkeit), Gerhard Tanzer (Lehrer am Schulzentrum Ungargasse), Heidemarie Uhl (Österreichische Akademie der Wissenschaften)
Auch durch Bilder werden kollektive Vorstellungen geformt, und es wird durch sie immer wieder neu verhandelt, was als EU-Europa gilt bzw. gelten soll. Bilder haben nicht nur einen informativen Charakter, sondern wirken auch auf einer emotionalen Ebene. Daher stellen Bilder nicht nur eine hervorragende Quelle für die Beschäftigung mit Europa im Unterricht dar, sondern bieten auch eine Möglichkeit, dem konstatierten Bilderdefizits EU-Europas entgegen zu wirken. Die Podiumsrunde diskutierte gemeinsam mit dem Publikum mögliche Strategien und Ansätze.
• Im Anschluss an die Präsentation luden die VeranstalterInnen zu einem Buffet ein.

