
Wahlplakat der FPÖ für die Wiener Gemeinderatswahl vom 13. Oktober 1996
Quelle: Österreichische Nationalbibliothek, Flugblätter-, Plakate- und Exlibris-Sammlung
Wie bereits 1991 setzte die FPÖ bei den Wiener Gemeinderatswahlen vom 13. Oktober 1996 auf den Slogan "Wien darf nicht Chicago werden". Indem sie "Wir bleiben dabei" vor ihren Slogan vor 1991 setzte, bekannte sie sich nochmals zu ihrem Wahlaufruf der vorigen Gemeinderatswahl, der in der Öffentlichkeit – und das nicht nur in Wien – als massiv ausländerfeindlich kritisiert worden war. Anders als 1991 setzte sie den Slogan 1996 jedoch nicht im Rahmen eines Textplakakts um, sondern platzierte den Slogan gemeinsam mit dem Spitzenkandidaten Rainer Pawkowicz vor der Silhouette Wiens.
Zu den Wiener Gemeinderatswahlen vom 13. Oktober 1996:
Bei den Gemeinderatswahlen vom 13. Oktober 1996 waren insgesamt 1.099.234 WienerInnen wahlberechtigt. Von den abgegebenen 752.484 Stimmen waren 737.849 Stimmen gültig. Die Wahlbeteiligung betrug 68,46%.
Die einzelnen Parteien erreichten folgende Ergebnisse:
SPÖ: 288.868 der abgegebenen Stimmen (39,15%), 43 Mandate
FPÖ: 206.122 der abgegebenen Stimmen (27,94%), 29 Mandate
ÖVP: 112.616 der abgegebenen Stimmen (15,26%), 15 Mandate
Grüne: 58.620 der abgegebenen Stimmen (7,94%), 7 Mandate
LIF: 58.666 der abgegebenen Stimmen (7,95%), 6 Mandate
KPÖ: 4.202 der abgegebenen Stimmen (0,57%), 0 Mandate.
Im Gegensatz zu den Wahlen 1991 haben somit die SPÖ (1991 47, 81% der Stimmen und 52 Mandate), die ÖVP (1991 18,05% der Stimmen und 18 Mandate) und die Grünen verloren (1991 9,08% der Stimmen und 7 Mandate), während die FPÖ (1991 22,54 der Stimmen und 23 Mandate) gewann und dem LIF erstmals der Einzug in den Wiener Gemeinderat gelang.
Quelle: http://www.wienerzeitung.at (Wahlen), 27.2.2007

