Parteien und Positionen im polnischen EU-Wahlkampf 2004
Die bei den Europaparlamentswahlen in Polen kandidierenden Parteien deckten das ganze politische Spektrum ab. Das Ergebnis spiegelt die Gespaltenheit der polnischen Gesellschaft im Hinblick auf die EU-Integration des Landes wieder.Wahlsieger wurde die Platforma Obywatelska (PO, Bürgerplattform), die mit ihrer dezidiert EU-freundlichen Linie 24,1 Prozent der Stimmen erreichte. Auf Platz zwei kam mit 15,92 Prozent der Stimmen die Liga Polskich Rodzin (LPR, Liga Polnischer Familien), die bereits 2003 gegen einen Beitritt zur Europäischen Union eingetreten war, mit einem ausgesprochen EU-kritischen Wahlkampf. Mit der nationalkonservativen Prawo i Sprawiedliwość (PiS, Recht und Gerechtigkeit) erreichte eine weitere EU-kritische Partei den dritten Platz (12,67 Prozent). Links der Mitte angesiedelte Parteien schnitten bei den polnischen Wahlen zum Europaparlament vergleichsweise schlecht ab – erst auf Platz vier folgte die Samoobrona (polnisch Selbstverteidigung) mit 10,78 Prozent Zustimmung, die anderen Linksparteien blieben unter der 10 Prozent-Marke.
Das Wahlergebnis hob sich deutlich von der Stimmverteilung bei nationalen Wahlgängen ab, was allerdings auch durch die extrem niedrige Wahlbeteiligung bedingt war.
Zum Wahlkampf der Parteien / Wahlplakate:
→ Platforma Obywatelska (PO, Bürgerplattform)
→ Liga Polskich Rodzin (LPR, Liga Polnischer Familien)
→ Prawo i Sprawiedliwosc (PiS, Recht und Gerechtigkeit)
→ Samoobrona (Selbstverteidigung)
→ Sojusz Lewicy Demokratycznej / Unia Pracy (SLD-UP, Bündnis Demokratische Linke / Union der Arbeit
→ Unia Wolnosci (UW, Freiheitsunion)
→ Polskie Stronnictwo Ludowe (PSL, Volkspartei)
→ Socjaldemokracja Polska (SDPL, Sozialdemokratische Partei Polens)
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→ Polens Weg nach Europa
→ Europawahlen in Polen 2004

