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Die Liste Dr. Hans-Peter Martin im EU-Wahlkampf 2004

Der Enthüllungsjournalist Hans Peter Martin (tätig u.a. beim deutschen Magazin "Spiegel") war 1999 Spitzenkandidat der SPÖ bei den EU-Parlamentswahlen und zog als Abgeordneter in das Europaparlament ein, überwarf sich später aber mit der Partei (u.a. auch weil er nicht wie erwartet die Leitung der SPÖ-Delegation übernehmen durfte.) Bekannt wurde Martin v.a. mit seinen Vorwürfen wegen Korruption und Verschwendung von Steuergeldern durch unredliche Spesen- und Reisekostenabrechnungen von EU-ParlamentarierInnen, wobei Martin in diesem Zusammenhang mit umstrittenen Aufdeckermethoden auffiel und sich seinerseits später mit gleichgerichteten Vorwürfen (missbräuchlicher Umgang mit Spesen) konfrontiert sah.

Bei der Europawahl 2004 kandidierte Hans-Peter Martin mit der von ihm gegründeten Liste Martin und konnte auf Anhieb drittstärkste Partei werden und so viele Mandate wie die Grünen erreichen. Konkret erzielte er 14,04 Prozent der abgegebenen Stimmen und 2 Mandate. Mit ihm zog die ORF-Journalistin Karin Resetarits ins EU-Parlament ein, die sich später jedoch von Martin trennte und diesem Despotismus und Populismus vorwarf.

Wahlplakate aus dem EU-Wahlkampf 2004 sind keine überliefert.

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Text: Magdalena Rudny / Maria Wirth
(Last Update: 04/2008)

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